Rezepte (wild und njamm)

Mittwoch, 3. März 2010

Sednas Algenspezialitäten

Wenn Ihr diese Fotos seht, werdet Ihr vielleicht denken: Wieso "Spezialitäten"....? Benutzt man das Wort nicht hauptsächlich im Zusammenhang mit Essen....??? Richtig....!!! Wir experimentieren gerade mit Algen in der Küche....! Nicht nur aus Geldmangel, haben wir uns mal dazu durchgerungen, etwas Neues auszuprobieren, was doch eigentlich so überhaupt GARnicht neu ist. Immerhin haben hier in Irland ganze Generationen vom Sammeln von Algen und Seetank für die Jod-Industrie in ganz Europa gelebt, Algen wurden hier seit Ewigkeiten gegessen - es gab ja Zeiten, da gab' es nicht allzuviel anderes, und in den letzten Jahren, seit japanische Algen den Markt anreichern, gilt es auch wieder als Spezialität unter den experimentierfreudigen Essern...!



Ein Mix von Algenarten, die wir am Montag sammelten in ihrer natürlichen Umgebung: Dulse, Carrageen Moss und Sea Lettuce

So machten wir uns also auf den Weg. Informiert durch das Büchlein "Food for Free" und das Internet, hatten wir schon einige Algen im Kopf, nach denen wir schauen wollten... Wir fuhren an eine besonders weit draußen gelegene, felsige Stelle auf einer Halbinsel der Küste der County Sligo, wo wir die Felsen herunterkraxelten um unten im Wasser die unglaublichste Vielfalt an Wasserbewohnern des Pflanzenreichs vorzufinden...!



Carrageen Moss - sehr zart und schmackhaft und kann auch als Gelantineersatz verwendet werden...!!!



Sea Spaghetti - können wirklich wie Spaghetti gekocht und mit Soße gegessen werden....!



Sea Spaghetti close-up - hier sieht man die "Tellerchen", aus denen sie herauswachsen...

Wir sammelten insgesamt 5 verschiedene Sorten: Carrageen Moss, Sea Spaghetti, Kelp, Dulse und Sea Lettuce. Nachdem wir nun inzwischen 2 Tage mit allem herumgetestet haben, finden wir die Sea Spaghetti am tollsten und schmackhaftesten, dicht gefolgt vom Sea Lettuce, den man wunderbar roh essen kann, und dem Carrageen Moss, das super mit Bratkartoffeln oder in Quiche schmeckt...!!! :) Kelp und Dulce sind etwas zäher und schmecken schon extrem nach Algen... *grins* Aber das kann man ihnen ja auch nicht wirklich vorwerfen... hihi...



Kelp - vor versteinerten Algen in den Felsen...!



Die Felsenküste, an der wir sammelten...

Nebenbei entdeckte ich noch ein paar wunderschöne Wesen, die ich Euch noch auf den folgenden Bildern zeigen möchte....!!! Wahnsinnig schön und wunder-voll, unsere Mutter Erde....! Nein, nicht nur auf Pandora gibt's fantastische Wesen....! ;)



Unbekannter Algenpuschel auf Napfmuschel



Wie Granaten oder glänzende Blutstropfen - See-Anemonen...!



Eine geöffnete See-Anemone streckt ihre Fühlerchen aus...



Ein unbekanntes Knöpfchenwesen - besonders mystisch ausschauen, finde ich... *lächel*

Ein paar unserer selbstentwickelten Rezepte folgen...! Gute Nachricht: Es gibt in Irland und Groß Britannien keine wirklich giftige und nur eine ungenießbare Algensorte....! Wenn Ihr also im Urlaub auf den Inseln seid und eine saubere Felsenküste findet - traut Euch....! Zu beachten: Immer nur die Spitzen der Algen abschneiden, damit die Algen nachwachsen können...!!!

Mittwoch, 3. Februar 2010

Apfelküchlein - diätgeeignet....!

Für alle die gerade ihre Frühjahrsdiät machen, mal etwas Süßes für zwischendurch. Hier mein heute selbstentwickeltes, fett- und zuckerarmes Apfelküchleinrezept....!

Apfelküchlein

Zutaten:

4 Äpfel
2 Tassen Dinkelmehl
1/2 Tasse Weizenschrot
1 Tütchen/1TL Backpulver
2 TL dunklen Muscovado Zucker

1 Ei
1 Tasse fettarme Milch
1/2 Tasse Joghurt

2 TL Butter

1 TL dunklen Muscovado Zucker
1 TL Zimt

Zubereitung:

Äpfel nicht schälen, Kerngehäuse rausschneiden und in grobe Stückchen schneiden. Mit Mehl, Schrot und Backpulver in einer Schüssel vermengen.

Ei verrühren und mit Milch und Joghurt gut vermengen. Dann in die erste "trockene" Mischung mit einem Löffel locker einrühren bis alles gut vermengt ist.

Eine 12er-Muffinform mit etwas Butter (circa 2 TL ingesamt) einfetten. Den Teig dann in den Formen verteilen und mit einer Mischung aus Muscovado Zucker und Zimt leicht berieseln.

Bei 200°C im Backofen auf mittlerer Schiene circa 20 Minuten backen. Fertig....! Njamm njamm....!



Wer's ganz konsequent haben will, kann auch den Zucker noch weglassen. Ich denke, dass die Äpfel auch so genügend Süße geben würden. Zudem kann man statt des Einfettens der Form mit Butter auch einfach Papierförmchen benutzen. Jedoch werden die Küchlein etwas knuspriger, wenn man sie in etwas Butter backt. Außerdem ist ein kleines bisschen Fett auch gut für die Verdauung. Die Zucker-Zimt-Mischung obendrauf empfehle ich sehr, denn diese gibt eine sehr schmackhafte, karamellige Schicht oben drauf....!

Da ich eh gerne auch mal etwas inkonsequent bin, habe ich das Küchlein für das untere Bild mit etwas Ahornsirup garniert. Das sieht hübsch aus, schmeckt fantastisch und rundet den WW-Wert des Küchleins nur um ein halbes Pünkli auf eine runde 2 auf....! hihi...



Viel Spaß beim Ausprobieren....!
Und 'nen guten Appetit.....!

Sonntag, 18. Januar 2009

Vegane Winterquiche mit Rote Beete

Zutaten:

200 g Mehl
100 g Olivenölmargarine
Prise Salz
einige EL eiskaltes Wasser

6 mittelgroße Knollen Rote Beete
1 Bund Frühlingszwiebeln oder Schnittlauch
250 g cremigen Tofu/Tofu-Frischkäseersatz
100 ml Sojamilch
4 EL Sojamehl
200 g Tofu-Käseersatz
Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Kräuter

Zubereitung:

Für den Teig Mehl, Margarine, Salz und etwas Wasser verkneten. Der Teig darf ruhig etwas bröselig bleiben, sollte jedoch in die Form pressbar sein. Nach Bedarf noch Wasser zugeben. In eine Springform drücken und den Rand an den Seiten circa 4 cm hochstehen lassen.

Für die Füllung die rohe Rote Beete in ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden. Vorgekochte Rote Beete ist auch möglich. Diese kann auch dicker geschnitten werden. Auf den Teig legen. Frühlingszwiebeln oder Schnittlauch kleinschneiden und drüberstreuen. Etwas Salz drübergeben. Frischkäseersatz, Sojamilch und Sojamehl zu einer glatten, halb-flüssigen Masse verrühren, Salz, Pfeffer, 1 Prise Muskatnuss, Kräuter (z.B. Kräuter der Provence) und Käseersatz (in kleine Würfel geschnitten) mit einrühren. Masse über dem Gemüse verteilen. Im Ofen bei ca. 220°C circa 30 - 40 min backen, bis der Teig goldbraun und die Masse leicht angebacken ist. Dazu einen frischen, bunten Salat servieren. Guten Appetit!

Montag, 22. Dezember 2008

Vegetarisches Weihnachtsmenü

Dieses vegetarische 3-Gänge-Menü habe ich für unsere 12 Gäste am Wintersonnenwendsabend zubereitet. Die Rezepte sind aus Büchern und dem Internet "inspiriert", aber von mir zu guten Stücken abgewandelt. Ich rechne hier die Maßangaben für die Zutaten auf 4 Personen herunter. Viel Spaß beim Ausprobieren...! Oder einfach beim Lesen und Wasser-im-Mund-zusammenlaufen-lassen....! :))

Rezept für die Vorspeise:
Cremige Champignonsuppe mit frischer Petersilie und Rauke


Zutaten:

500 g Champignons
1 mittelgroße Zwiebel
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
1 Becher Creme Fraiche
2 EL Frischkäse
1/2 l Milch
1 EL Hafermehl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Zwiebeln kleinschneiden und andünsten, Champignons (bis auf 4 Stück, die in Scheiben geschnitten später zugefügt werden) ganz zugeben und ebenfalls andünsten, etwas Wasser hinzugeben und wenn alles weich/glasig gedünstet ist Mehl zufügen und kurz weiter köcheln. Eine halbe Hand voll Petersilie und Raukeblätter kleingehackt hinzugeben. Pürieren, Creme Fraiche und Frischkäse zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann nach Belieben und Geschmack Milch zugeben und gut erhitzen (nicht oder nur ganz kurz kochen).

Rezept für die Hauptspeise: Nussbraten mit Linsen und Gemüse

Zutaten:

400 g gehackte Nüsse (z.B. Mandeln, Cashew, Walnüsse)
50 g Pinienkerne (ganz)
50 g Kichererbsenmehl
50 g zerstoßene Kichererbsen
100 g rote Linsen (kochen)
1 kleine Zwiebel (hacken)
2 Stangen Sellerie (klein hacken)
100 g Champignons (fein würfeln)
1 mittelgroße Möhre (raspeln)
1 mittelgroße Aubergine (fein würfeln)
1 gelbe oder orange Paprika (fein würfeln)
Semmelbrösel (Hand voll)
1 Becher Gemüsebrühe
1 guter Schuss Sojasauce
gemischte Kräuter (z.B. Kräuter der Provence)
Salz, Pfeffer
Öl

Zubereitung:

Zwiebeln in Öl andünsten, alle Gemüse nach und nach zugeben und andünsten bis sich etwas Flüssigkeit in der Pfanne bildet, dann alle Nüsse, Kicherbsen, Kicherbsenmehl und Semmelmehl einrühren, Gemüsebrühe, Sojasauce und Kräuter zufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Es sollte eine feste, aber gleichmäßige und geschmeidige Masse entstehen. Diese dann in eine Brotform geben, mit Alufolie abecken und circa eine halbe Stunde bei 220°C backen. Dann die Folie abnehmen und nochmal 15 - 30 Minuten backen, bis der Braten obenauf knusprig ausschaut. Aus der Form heraus in Scheiben servieren.

Dazu: Kartoffeln und Möhren kochen und eine Soße zubereiten, die über alles drüber gegossen werden kann. (Z.B. vegetarische Bratensoße, Peffersoße oder Pilzsoße...) Auch lecker dazu: Hummus, Kräuterquark und/oder Butter für die Kartoffeln. Außerdem natürlich nen bunten, frischen Salat mit Essig-Öl-Dressing.

Rezept für die Nachspeise: Fruit Crumble

DIE typische Nachspeise in Irland...! Normalerweise mit Äpfeln oder Rhabarber, manchmal auch mit Brombeeren zubereitet. Vorgestern habe ich ein Crumble mit gemischten Beeren und einen mit Bananen kreiert. Alles ist möglich...! :)

Das Prinzip ist einfach. Früchte werden bis auf 3/4-Höhe in eine Auflaufform geschichtet, dann wird die Streuselmasse drübergegeben. Das Ganze wird gebacken und mit Sahne, Custard (eine Art Vanillesoße) oder Joghurt serviert.

Zutaten für die Streusel (üblicherweise):

150 g Mehl
150 g Zucker
100 g Butter

Zutaten für meine "Superspecial-Knusperstreusel":

75 g Hafermehl
75 g Haferflocken
150 g brauner Zucker
100 g Butter

Zubereitung:

Alles wird in eine Schüssel gegeben und locker verknetet bis die Masse eine bröselige, streuselig-zuckrige Struktur hat. Ggf. Zucker hinzufügen, wenn die Masse nicht bröselig genug erscheint, oder Butter, wenn sie zu trocken ist.

Über die Früchte geben und im Ofen bei ca. 200°C backen bis Streusel gold-braun sind.

Leider habe ich vergessen Fotos zu machen. Wenn ich das nächste Mal eine von diesen Speisen zubereite, hole ich das nach und stelle sie hier rein. Enjoy....! :))

Sonntag, 21. Dezember 2008

Gebildebrot

Das Backen von Gebildebroten hat in Europa lange Tradition. Insbesondere Osterzöpfe, -nester und -hasen sind ja bekannt, aber auch diese Sonnensymbole waren zur Wintersonnwende oder zu Weihnachten sehr üblich (und sind es in manchen Gegenden noch immer).

Das Brot kann man einfach so, als Vorbereitung auf ein Fest oder auch als Bestandteil eines Rituals backen. Gestern beispielsweise haben wir unsere Wünsche für das nächste Jahr gebacken... (Wir hatten 2 x Schnee dabei und 1 x Sonne, 1 x nen fliegenden Besen, 2 Herzen, Flugzeuge... *lach*) Die zwei Brote auf den Bildern habe ich jedoch rein als Sonnensymbolik-Deko gebacken... Wenn sie als solche ausgedient haben, werden sie den frierenden Vogelfeen draußen im Garten geopfert... ;)

Rezept: Gebildebrot

Zutaten:
1 kg Mehl
1 Würfel Hefe
1 TL Zucker
150 g Butter
½ Liter Milch
1 Prise Salz
1 Ei

Zubereitung:

Milch erhitzen und Zucker und Hefe darin auflösen. Alle anderen Zutaten vermengen und Milchmischung dann dazu geben und alles gut verkneten bis der Teig schön weich und gleichmäßig ist. Dann zugedeckt an einem warmen Platz schön lange gehen lassen. Mindestens 1 - 2 Stunden - gern länger. Dann nach Belieben Symbole formen, auf's mit Backpapier ausgelegte Backblech legen - nicht zu eng, geht noch sehr auf - und auf ca. 200° C circa 10 - 20 (je nasch Größe) Minuten goldgelb backen.

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Montag, 14. April 2008

Bärlauchfieber

Ich kam mir vor wie ein Gras-Liebhaber, der gerade eine Marihuanaplantage in den Bergen Chiles entdeckt... Oder so... *grins* Es war irgendwie ein kurioser, faszinierender Anblick... Letzten Montag entdeckten Bernd und ich diesen Wald voller Bärlauch...! Wow...! Sooooo viel essbare Wildkräuter auf einen Haufen hatte ich so noch nie gesehen...

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Als ich nun meine Freundin Marketa dorthin brachte, um mit ihr gemeinsam eine ordentliche Portion zu ernten, schüttelten wir uns vor lachen, als wir uns seitlich des Weges in die Bäume schlugen und diese endlosen Weiten voller schmackhaften Grüns sahen... Wir wussten nicht, wo anfangen, wo hintreten, welche Blätter pflücken, welche nicht... Die auswahl zu groß... Und kein Pfad, auf dem man gehen konnte, ohne einige Pflanzen niederzutreten...

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Interessant fand ich, dass es hier und dort einige Exemplare einer Bärlauchart gab, die ich noch nicht kannte... Mir wurde aber gesagt, dass diese auch essbar sei und ich fand ihre Beschreibung auch in einem Buch... "Triangular leech", wegen des dreieckigen Stengels. Aber rangetraut hab' ich mich trotzdem noch nicht... Das muss mir erstmal wer vorführen, dass man den auch essen kann... Schaut mir zu sehr wie Maiglöckchen aus.... *grins*

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Wir pflückten jeder einen großen Stoffbeutel voll, circa 1,5 - 2 Kilo, natürlich nicht, ohne eine Dankesgabe und ein Lied zu hinterlassen und zu Hause angekommen begann ich gleich mit der Verarbeitung. Ich habe Pesto hergestellt, 6 Gläser, einige Blätter in Essig eingelegt, um Kräuteressig herzustellen und den Rest des Krauts eingesalzen, um es haltbar zu machen.

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Rezept für Bärlauchpesto (6 Gläser):

Zutaten:
1 Kilo Bärlauch, gehackt
150 g Parmesankäse, gerieben
150 g Pinienkerne, gehackt
500 ml Olivenöl

Alles gut vermengen und in Gläser abfüllen. Darauf achten, dass jedes Krautfitzelchen mit Öl bedeckt ist. So hält es sich ganz gut. Es ist schlecht zu sagen, wie lange. Einige Wochen, manchmal sogar Monate.

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Samstag, 19. Mai 2007

Neue Wildkräuterinspirationen

Ganz einfache, aber sehr leckere Rezepte haben wir auf dem Treffen in der "Happy Mary" ausprobiert und uns fast jeden Abend zu einem nicht unerheblichen Teil von Wildkräutern ernährt. Alle haben sich getraut, es zu probieren, und uns "Kräuterfrauen" ihr Vertrauen geschenkt...! *grins* Auch wenn es jeden Abend wieder skeptische Bemerkungen gab und ich zugegebenermaßen am nächsten Morgen immer froh war, dass es allen noch gut ging...! *grinsekatzengrins*

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Favonia, Mariamne und Eira suchen nach Kräutlein fein

Pellkartoffeln mit Wildkräuterquark

Zutaten pro Person:
5 mittelgroße Kartoffeln
Salz
----------------
250 g Quark
50 ml Milch
eine Hand voll Wildkräuter
Salz
Pfeffer

Pro Person circa 5 mittelgroße Kartoffeln ungeschält aber leicht abgeschrubbt mit etwas Salz kochen. Wenn es Bio-Kartoffeln sind, muss man nicht mal pellen, wenn es ans Essen geht und kann die Pelle einfach mitessen. Ist lecker und praktisch. :))

Pro Person circa 250 g Quark mit etwas Milch anrühren, bis eine "schlanke" Masse entsteht. Pro 250 g Quark etwa eine lockere Hand Wildkräuter hacken und einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Als Wildkräuter eignen sich hier alle Kräuter, die auch ungekocht gut und eher würzig als süß oder sauer schmecken. Wir benutzten: Gelbe Taubnesseln, die vorzüglich nach Pilzen schmecken, Gundelrebe/Gundermann, Günzel und jungen Giersch.

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Eira inspiziert den Giersch und wählt gewissenhaft die schönsten Blättchen aus

Zu Pellkartoffeln mit Quark schmeckt außerdem ein frischer Salat wunderbar...

Salat mit Wildkräutern

Zutaten für 4 Personen:
1 Salatkopf oder 4 Hände voll Feldsalat
4 Tomaten
1/2 Gurke
1 gelbe Paprika
4 lockere Hände voll Wildkräuter und -blüten
---------------------
Für's Dressing:
Olivenöl
Weißer Balsamicoessig
Senf
Joghurt
Salz
Pfeffer
Zucker
Kräuter

Alles schnippeln, mischen. Die Wildkräuter können hier entweder grob gehackt oder in ganzen Blättern in den Salat gegeben werden. Für Salat eignen sich wie im oberen Rezept die meisten Wildkräuter, die ungekocht gut schmecken. Man wählt möglichst junge, zarte Blätter aus. Es eignen sich gut: Löwenzahn, Gundelrebe, junger Giersch, aber auch die säuerlichen jungen Buchenblätter oder der Sauerklee. Dressing nach Geschmack verrühren und kurz vor dem Servieren unter den Salat mischen.

Ganz hübsch wird es, wenn man die Blüten von Günzel (lila), Gundelrebe (helllila) und Taubnesseln (rot, gelb oder weiß) abzupft - das Kraut kann man dann ja hacken oder für den Quark benutzen - und am Ende vor dem Servieren über den Salat gibt.

Wildkräuterpizza

Zutaten für 1 Blech:
1/2 Kilo Mehl
1 Päckchen Hefe oder ein Tütchen Trockenhefe
Wasser
etwas Salz
----------------
circa 6 mittelgroße Tomaten
3 Hände voll Wildkräuter
1 Zucchini
1 gelbe Paprika
2 Hände voll Champignons
(oder eben Gemüse nach persönlichem Geschmack)
circa 250 - 300 g Gouda-Käse (gerieben)
Olivenöl

Teig verkneten und mindestens eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Dann auf dem Blech ausbreiten und möglichst nochmal ein bissl gehen lassen. Die fein in Scheiben geschnittenen Tomaten auf dem Teig auslegen und mit etwas Pfeffer und Salz würzen. Wildkräuter grob hacken, kurz mit etwas Zwiebel in Olivenöl andünsten und über den Tomaten verteilen. Für die Pizza eignen sich gröbere Kräuter recht gut. So kann auch nicht mehr ganz junger Giersch und Brennnessel gut verwendet werden. Wir benutzten außerdem Taubnessel, Gundelrebe und Günzel. Knoblauchrauke und Bärlauch war in dem Gebiet leider weit und breit nicht zu finden. Ansonsten kann ich diese beiden auch sehr auf Pizza empfehlen.

Sonntag, 14. Januar 2007

Hausgemachte Rumtrüffel

Rumkugeln war schon immer mein Lieblingssport...! *chrchr* Wenn er nur nicht so dick machen würde, auf Dauer...! :))

Gestern kam meine Mutter plötzlich auf die grandiose Idee Rumkugeln herzustellen. Als kleines Mitbringsel für ihre Freundinnen, mit denen sie nächste Woche auf's Weiber-Wochenende fährt... Wunderbare Idee....! Wo ich gerade versuche mal wieder ein paar Kilo abzuspecken...! (Jaja, die Neujahrsvorsätze...!) Aber egal... Rumkugeln selbst herstellen - DAS wollte ich natürlich gern lernen...! Und wie die schmecken....! hmmmmm.... *schleck*

Hausgemachte Rumtrüffelkugeln (circa 100 Stück)

250 ml frische Sahne
700 g dunkle Schokolade
200 g gemahlene Walnüsse
5 ganze Walnüsse
6 cl Rum
1/4 Päckchen reines Kakaopulver
100 Pralinenförmchen aus Papier

1 - Sahne aufkochen und Schokolade darin auflösen. Abkühlen lassen. 200 g gemahlene Walnüsse einrühren, 5 ganze Walnüsse grob zerstückeln und unterrühren. 3 Schnapsgläser (6 cl) Rum hinzufügen. Alles gut vermengen und für mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank stellen. Die Masse muss fest werden, damit sie sich gut zu Kugeln rollen lässt.



2 - Die Masse sieht dann schon so riiiichtig lecker aus... hmmmmm.... Die Hände mit kalt Wasser abspülen und gut abtrocknen. Mit einem Teelöffel dann kleine Portionen der Masse aus dem Topf nehmen und zwischen den Händen zu trüffelgroßen, gleichmäßigen Kugeln rollen. Die Hände zwischendurch immer wieder kalt abspülen und gut abtrocknen. Mit warmen oder nassen Händen lassen sich aus der Masse keine Kugeln mehr formen.



3 - Die Kugeln dann in eine mit Kakaopulver gefüllte Schüssel geben, in dem Pulver gründlich wenden und vorsichtig in die Papierförmchen auf ein großes Tablett setzen. Gegebenenfalls als Geschenke eintüten und auf die Haltbarkeitsgrenze von 6 Wochen hinweisen.



Jaaaaaaaa.....! Und soooooo guuuuut schaut das dann am Ende aus...! Und schmeckt auch so...! UND macht auch ein hübsches Geschenk für Leute, die gerade keine Diät machen...! :))

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Dienstag, 19. Dezember 2006

Maronenplätzchen

Najaaaaaa.... Hab ich denn jemals behauptet, ich könnte Kekse backen...? *plinker* Ich kann ja wirklich gut kochen, find ich jedenfalls, und auch Quiches, Pizzen und Kuchen kann ich durchaus backen.... Aber Kekse...? Boah...! Das ist der Horror für mich Widderkind...! SO EIN GEFUNZEL...!

Naja, dennoch... Ich habe heute eine kleine Backaktion gestartet und wollte endlich mal mein Maronenpüree und mein Maronenmehl verarbeiten... Also habe ich ein Rezept herausgesucht, das mir gut gefiel und habe es nach dem Innern meines Vorratsschranks ein bissl abgewandelt.

Mein Maronenkeks-Rezept für ca. 90 Stück:

- 4 Eiweiß
- 250gr. Puderzucker
- 1 Päckchen echten Vanillezucker
- 1 TL Zimt
- eine Prise gemahlener Kardamom
- 400gr. gemahlene Mandeln
- 100gr. fertiges Maronenpüree (oder 100gr. gekochte Maronen selbst pürieren)
- 60gr. Maronenmehl (oder anderes Mehl)
- 1 TL Kakao
- für Verzierung: 1/2 TL Kakao

1- Das Eiweiß steifschlagen. Nach und nach den Puderzucker unterrühren. Von der Masse 4 EL beiseite stellen. Den Vanillezucker, den Zimt, den Kardamom und die gemahlenen Mandeln unterrühren. Die Maronen pürieren und mit dem Mehl und dem Kakao zu der Eischnee-Mandel-Mischung geben und alles zu einem Teig verkneten. Für 2 Std. in den Kühlschrank stellen.

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2- Den Ofen auf 130° C vorheizen. Den Teig mit den Händen zu walnussgroßen Kugeln drehen, auf ein mit Backpapier belegtes Ofenblech legen und leicht auf ca. 1/2 cm Höhe plattdrücken. Von der weißen Baisermasse 2 TL nehmen und mit 1/2 TL Kakao mischen. Die Kekse zunächst mit dem weißen Baiser bestreichen. Danach mit Hilfe eines Zahnstochers jeweils ein Tröpfchen Kakao-Baisermasse in die Mitte der Kekse geben und spiralförmig verzieren, d. h. mit dem Zahnstocher ziehen.

3- Die Kekse in den Ofen geben und bei 130° C ca. 15 min. backen. Aufpassen, dass der Ofen nicht zu heiß ist. Brennen schnell an. Lieber etwas zu früh rausnehmen. Die Kekse härten noch nach.

Dies ist eine leicht abgewandelte Form der Rezepte von den Seiten Teatime-Blog und Chefkoch.de...!

Leider ist mir ein Drittel der Kekse im Ofen verbrannt.... *heul* Ich sag' ja, ich bin nicht grad die beste Keksbäckerin... *grummel* Aber immerhin... Einen großen Teller voll hab' ich dann doch noch rausbekommen...! Und die schmecken....! hmmmmmmm.....! :))

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Sonntag, 5. November 2006

Esskastanienzeit

Ich habe vor einiger Zeit eine riiiesige Dose französisches Esskastanienpüree geschenkt bekommen und wusste nicht so recht, was man nun damit anfängt... Ich dachte mir, man müsste damit doch etwas Leckeres backen können...?!

Neulich auf dem - ich wollt' schon sagen Weihnachts- Markt in Nürnberg interviewte ich zu dem Thema bereits einen netten Esskastanienstandverkäufer, der mir als Tipp drei Kochbücher allein und ausschließlich über das Kochen mit Maronen in deie Hand drückte...! Wahnsinn...! Darin fand' ich schon mal ein interessantes und einfaches Rezept für Maronenpralinen... Klingt nicht übel...! Und eben gerade hab' ich mal zu dem Thema gegoogelt und vielversprechende Rezepte für Maronenkekse gefunden...! hmmm... Legga...! Und wie passend, für die Julzeit...?! Ich werde über meine (erhofften) Erfolge mit den Rezepten berichten, wenn ich sie ertestet habe...! :))

Esskastanien erkennt man übrigens an den schmaleren, zackigeren Blättern, an den längeren und weicheren Schalenstacheln und an den langen Blütenstengeln. Die Früchte der Esskastanie sind im Vergleich zu denen der Rosskastanie kleiner und eher herzchenförmig als rund...

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Esskastanien am Baum, noch nicht ganz erntereif
Planten un Blomen, Hamburg, September 2006
by Aine


http://www.castanea.info/ (Große Sammlung von Kastanienrezepten)
http://www.maroni.de/ (Informationen, Rezepte, Produkte)

Der Hain der Baumkriegerin

Was Aine auf der Grünen Insel treibt...

I lean my body into the bark of the Goddess Tree until my voice becomes one with Hers tumbling into roots and sky (We-Moon-Kalender 2005)

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