Waldfeenrezepte

Montag, 14. April 2008

Bärlauchfieber

Ich kam mir vor wie ein Gras-Liebhaber, der gerade eine Marihuanaplantage in den Bergen Chiles entdeckt... Oder so... *grins* Es war irgendwie ein kurioser, faszinierender Anblick... Letzten Montag entdeckten Bernd und ich diesen Wald voller Bärlauch...! Wow...! Sooooo viel essbare Wildkräuter auf einen Haufen hatte ich so noch nie gesehen...

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Als ich nun meine Freundin Marketa dorthin brachte, um mit ihr gemeinsam eine ordentliche Portion zu ernten, schüttelten wir uns vor lachen, als wir uns seitlich des Weges in die Bäume schlugen und diese endlosen Weiten voller schmackhaften Grüns sahen... Wir wussten nicht, wo anfangen, wo hintreten, welche Blätter pflücken, welche nicht... Die auswahl zu groß... Und kein Pfad, auf dem man gehen konnte, ohne einige Pflanzen niederzutreten...

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Interessant fand ich, dass es hier und dort einige Exemplare einer Bärlauchart gab, die ich noch nicht kannte... Mir wurde aber gesagt, dass diese auch essbar sei und ich fand ihre Beschreibung auch in einem Buch... "Triangular leech", wegen des dreieckigen Stengels. Aber rangetraut hab' ich mich trotzdem noch nicht... Das muss mir erstmal wer vorführen, dass man den auch essen kann... Schaut mir zu sehr wie Maiglöckchen aus.... *grins*

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Wir pflückten jeder einen großen Stoffbeutel voll, circa 1,5 - 2 Kilo, natürlich nicht, ohne eine Dankesgabe und ein Lied zu hinterlassen und zu Hause angekommen begann ich gleich mit der Verarbeitung. Ich habe Pesto hergestellt, 6 Gläser, einige Blätter in Essig eingelegt, um Kräuteressig herzustellen und den Rest des Krauts eingesalzen, um es haltbar zu machen.

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Rezept für Bärlauchpesto (6 Gläser):

Zutaten:
1 Kilo Bärlauch, gehackt
150 g Parmesankäse, gerieben
150 g Pinienkerne, gehackt
500 ml Olivenöl

Alles gut vermengen und in Gläser abfüllen. Darauf achten, dass jedes Krautfitzelchen mit Öl bedeckt ist. So hält es sich ganz gut. Es ist schlecht zu sagen, wie lange. Einige Wochen, manchmal sogar Monate.

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Samstag, 19. Mai 2007

Neue Wildkräuterinspirationen

Ganz einfache, aber sehr leckere Rezepte haben wir auf dem Treffen in der "Happy Mary" ausprobiert und uns fast jeden Abend zu einem nicht unerheblichen Teil von Wildkräutern ernährt. Alle haben sich getraut, es zu probieren, und uns "Kräuterfrauen" ihr Vertrauen geschenkt...! *grins* Auch wenn es jeden Abend wieder skeptische Bemerkungen gab und ich zugegebenermaßen am nächsten Morgen immer froh war, dass es allen noch gut ging...! *grinsekatzengrins*

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Favonia, Mariamne und Eira suchen nach Kräutlein fein

Pellkartoffeln mit Wildkräuterquark

Zutaten pro Person:
5 mittelgroße Kartoffeln
Salz
----------------
250 g Quark
50 ml Milch
eine Hand voll Wildkräuter
Salz
Pfeffer

Pro Person circa 5 mittelgroße Kartoffeln ungeschält aber leicht abgeschrubbt mit etwas Salz kochen. Wenn es Bio-Kartoffeln sind, muss man nicht mal pellen, wenn es ans Essen geht und kann die Pelle einfach mitessen. Ist lecker und praktisch. :))

Pro Person circa 250 g Quark mit etwas Milch anrühren, bis eine "schlanke" Masse entsteht. Pro 250 g Quark etwa eine lockere Hand Wildkräuter hacken und einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Als Wildkräuter eignen sich hier alle Kräuter, die auch ungekocht gut und eher würzig als süß oder sauer schmecken. Wir benutzten: Gelbe Taubnesseln, die vorzüglich nach Pilzen schmecken, Gundelrebe/Gundermann, Günzel und jungen Giersch.

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Eira inspiziert den Giersch und wählt gewissenhaft die schönsten Blättchen aus

Zu Pellkartoffeln mit Quark schmeckt außerdem ein frischer Salat wunderbar...

Salat mit Wildkräutern

Zutaten für 4 Personen:
1 Salatkopf oder 4 Hände voll Feldsalat
4 Tomaten
1/2 Gurke
1 gelbe Paprika
4 lockere Hände voll Wildkräuter und -blüten
---------------------
Für's Dressing:
Olivenöl
Weißer Balsamicoessig
Senf
Joghurt
Salz
Pfeffer
Zucker
Kräuter

Alles schnippeln, mischen. Die Wildkräuter können hier entweder grob gehackt oder in ganzen Blättern in den Salat gegeben werden. Für Salat eignen sich wie im oberen Rezept die meisten Wildkräuter, die ungekocht gut schmecken. Man wählt möglichst junge, zarte Blätter aus. Es eignen sich gut: Löwenzahn, Gundelrebe, junger Giersch, aber auch die säuerlichen jungen Buchenblätter oder der Sauerklee. Dressing nach Geschmack verrühren und kurz vor dem Servieren unter den Salat mischen.

Ganz hübsch wird es, wenn man die Blüten von Günzel (lila), Gundelrebe (helllila) und Taubnesseln (rot, gelb oder weiß) abzupft - das Kraut kann man dann ja hacken oder für den Quark benutzen - und am Ende vor dem Servieren über den Salat gibt.

Wildkräuterpizza

Zutaten für 1 Blech:
1/2 Kilo Mehl
1 Päckchen Hefe oder ein Tütchen Trockenhefe
Wasser
etwas Salz
----------------
circa 6 mittelgroße Tomaten
3 Hände voll Wildkräuter
1 Zucchini
1 gelbe Paprika
2 Hände voll Champignons
(oder eben Gemüse nach persönlichem Geschmack)
circa 250 - 300 g Gouda-Käse (gerieben)
Olivenöl

Teig verkneten und mindestens eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Dann auf dem Blech ausbreiten und möglichst nochmal ein bissl gehen lassen. Die fein in Scheiben geschnittenen Tomaten auf dem Teig auslegen und mit etwas Pfeffer und Salz würzen. Wildkräuter grob hacken, kurz mit etwas Zwiebel in Olivenöl andünsten und über den Tomaten verteilen. Für die Pizza eignen sich gröbere Kräuter recht gut. So kann auch nicht mehr ganz junger Giersch und Brennnessel gut verwendet werden. Wir benutzten außerdem Taubnessel, Gundelrebe und Günzel. Knoblauchrauke und Bärlauch war in dem Gebiet leider weit und breit nicht zu finden. Ansonsten kann ich diese beiden auch sehr auf Pizza empfehlen.

Sonntag, 14. Januar 2007

Hausgemachte Rumtrüffel

Rumkugeln war schon immer mein Lieblingssport...! *chrchr* Wenn er nur nicht so dick machen würde, auf Dauer...! :))

Gestern kam meine Mutter plötzlich auf die grandiose Idee Rumkugeln herzustellen. Als kleines Mitbringsel für ihre Freundinnen, mit denen sie nächste Woche auf's Weiber-Wochenende fährt... Wunderbare Idee....! Wo ich gerade versuche mal wieder ein paar Kilo abzuspecken...! (Jaja, die Neujahrsvorsätze...!) Aber egal... Rumkugeln selbst herstellen - DAS wollte ich natürlich gern lernen...! Und wie die schmecken....! hmmmmm.... *schleck*

Hausgemachte Rumtrüffelkugeln (circa 100 Stück)

250 ml frische Sahne
700 g dunkle Schokolade
200 g gemahlene Walnüsse
5 ganze Walnüsse
6 cl Rum
1/4 Päckchen reines Kakaopulver
100 Pralinenförmchen aus Papier

1 - Sahne aufkochen und Schokolade darin auflösen. Abkühlen lassen. 200 g gemahlene Walnüsse einrühren, 5 ganze Walnüsse grob zerstückeln und unterrühren. 3 Schnapsgläser (6 cl) Rum hinzufügen. Alles gut vermengen und für mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank stellen. Die Masse muss fest werden, damit sie sich gut zu Kugeln rollen lässt.



2 - Die Masse sieht dann schon so riiiichtig lecker aus... hmmmmm.... Die Hände mit kalt Wasser abspülen und gut abtrocknen. Mit einem Teelöffel dann kleine Portionen der Masse aus dem Topf nehmen und zwischen den Händen zu trüffelgroßen, gleichmäßigen Kugeln rollen. Die Hände zwischendurch immer wieder kalt abspülen und gut abtrocknen. Mit warmen oder nassen Händen lassen sich aus der Masse keine Kugeln mehr formen.



3 - Die Kugeln dann in eine mit Kakaopulver gefüllte Schüssel geben, in dem Pulver gründlich wenden und vorsichtig in die Papierförmchen auf ein großes Tablett setzen. Gegebenenfalls als Geschenke eintüten und auf die Haltbarkeitsgrenze von 6 Wochen hinweisen.



Jaaaaaaaa.....! Und soooooo guuuuut schaut das dann am Ende aus...! Und schmeckt auch so...! UND macht auch ein hübsches Geschenk für Leute, die gerade keine Diät machen...! :))

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Dienstag, 19. Dezember 2006

Maronenplätzchen

Najaaaaaa.... Hab ich denn jemals behauptet, ich könnte Kekse backen...? *plinker* Ich kann ja wirklich gut kochen, find ich jedenfalls, und auch Quiches, Pizzen und Kuchen kann ich durchaus backen.... Aber Kekse...? Boah...! Das ist der Horror für mich Widderkind...! SO EIN GEFUNZEL...!

Naja, dennoch... Ich habe heute eine kleine Backaktion gestartet und wollte endlich mal mein Maronenpüree und mein Maronenmehl verarbeiten... Also habe ich ein Rezept herausgesucht, das mir gut gefiel und habe es nach dem Innern meines Vorratsschranks ein bissl abgewandelt.

Mein Maronenkeks-Rezept für ca. 90 Stück:

- 4 Eiweiß
- 250gr. Puderzucker
- 1 Päckchen echten Vanillezucker
- 1 TL Zimt
- eine Prise gemahlener Kardamom
- 400gr. gemahlene Mandeln
- 100gr. fertiges Maronenpüree (oder 100gr. gekochte Maronen selbst pürieren)
- 60gr. Maronenmehl (oder anderes Mehl)
- 1 TL Kakao
- für Verzierung: 1/2 TL Kakao

1- Das Eiweiß steifschlagen. Nach und nach den Puderzucker unterrühren. Von der Masse 4 EL beiseite stellen. Den Vanillezucker, den Zimt, den Kardamom und die gemahlenen Mandeln unterrühren. Die Maronen pürieren und mit dem Mehl und dem Kakao zu der Eischnee-Mandel-Mischung geben und alles zu einem Teig verkneten. Für 2 Std. in den Kühlschrank stellen.

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2- Den Ofen auf 130° C vorheizen. Den Teig mit den Händen zu walnussgroßen Kugeln drehen, auf ein mit Backpapier belegtes Ofenblech legen und leicht auf ca. 1/2 cm Höhe plattdrücken. Von der weißen Baisermasse 2 TL nehmen und mit 1/2 TL Kakao mischen. Die Kekse zunächst mit dem weißen Baiser bestreichen. Danach mit Hilfe eines Zahnstochers jeweils ein Tröpfchen Kakao-Baisermasse in die Mitte der Kekse geben und spiralförmig verzieren, d. h. mit dem Zahnstocher ziehen.

3- Die Kekse in den Ofen geben und bei 130° C ca. 15 min. backen. Aufpassen, dass der Ofen nicht zu heiß ist. Brennen schnell an. Lieber etwas zu früh rausnehmen. Die Kekse härten noch nach.

Dies ist eine leicht abgewandelte Form der Rezepte von den Seiten Teatime-Blog und Chefkoch.de...!

Leider ist mir ein Drittel der Kekse im Ofen verbrannt.... *heul* Ich sag' ja, ich bin nicht grad die beste Keksbäckerin... *grummel* Aber immerhin... Einen großen Teller voll hab' ich dann doch noch rausbekommen...! Und die schmecken....! hmmmmmmm.....! :))

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Sonntag, 5. November 2006

Esskastanienzeit

Ich habe vor einiger Zeit eine riiiesige Dose französisches Esskastanienpüree geschenkt bekommen und wusste nicht so recht, was man nun damit anfängt... Ich dachte mir, man müsste damit doch etwas Leckeres backen können...?!

Neulich auf dem - ich wollt' schon sagen Weihnachts- Markt in Nürnberg interviewte ich zu dem Thema bereits einen netten Esskastanienstandverkäufer, der mir als Tipp drei Kochbücher allein und ausschließlich über das Kochen mit Maronen in deie Hand drückte...! Wahnsinn...! Darin fand' ich schon mal ein interessantes und einfaches Rezept für Maronenpralinen... Klingt nicht übel...! Und eben gerade hab' ich mal zu dem Thema gegoogelt und vielversprechende Rezepte für Maronenkekse gefunden...! hmmm... Legga...! Und wie passend, für die Julzeit...?! Ich werde über meine (erhofften) Erfolge mit den Rezepten berichten, wenn ich sie ertestet habe...! :))

Esskastanien erkennt man übrigens an den schmaleren, zackigeren Blättern, an den längeren und weicheren Schalenstacheln und an den langen Blütenstengeln. Die Früchte der Esskastanie sind im Vergleich zu denen der Rosskastanie kleiner und eher herzchenförmig als rund...

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Esskastanien am Baum, noch nicht ganz erntereif
Planten un Blomen, Hamburg, September 2006
by Aine


http://www.castanea.info/ (Große Sammlung von Kastanienrezepten)
http://www.maroni.de/ (Informationen, Rezepte, Produkte)

Rote-Beete-Quiche

Das Rezept für meine geliebte und beliebte Rote-Beete-Quiche steht schon lange an...! Nun aber....! Und viel Spaß beim Ausprobieren und Appetit beim Mampfen...!

200 g Mehl nach Wahl (Ich bevorzuge halb helles, z.B. Weizen, und halb Vollkorn, z.B. Dinkel oder auch Vollkorn-Weizen)
80 g Butter
etwas Salz
5 Esslöffel sehr kaltes Wasser

Alles miteinander verkneten und den Teig in eine gefettete Springform drücken. Am Rand circa 2 cm hoch ziehen.

circa 4 - 5 mittelgroße bis große Rote Beeten
ein Bund Schnittlauch
200 ml Saure Sahne, Schmand oder Créme Fraîche nach Belieben
3 Eier
3 EL Sonnenblumenkerne
Salz, Pfeffer
100 g Käse (z.B. Gouda, oder wer's etwas stärker mag, Greyerzer oder Bergkäse...)

Rote Beete einfach roh schälen, in möglichst dünne Scheiben schneiden und in einer eng gelegten Spirale auf dem Teig verteilen, so dass am Ende der Teig ganz bedeckt ist. Schmand, Eier und geraspelten Käse verrühren und gut mit Salz und Pfeffer würzen. Über die Rote Beete gießen. Dann Sonnenblumenkerne und Schnittlauch darüber streuen.

Alles backen, bis Teig an den Rändern und Eimasse leicht goldbraun sind. Das sind circa 30 Minuten bei 175 - 200°C, beziehungsweise Gas Stufe 4 - 5. Das war's...! Fertig...! hmmmmmmmmm.....! :))

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Rote Beete aus dem Garten,
by Aine, Herbst 2006

Montag, 8. Mai 2006

Wildkräuter: Bärlauch

Ich dachte, ich stelle in meiner Rubrik "Waldfeenrezepte" mal einige Wildkräuter und -früchte vor, die ich so für meine Rezepte verwende. Und da fang' ich gleich mal mit dem für mich zur Zeit aktuellsten Kräutchen an...

Bärlauch, Wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Hexenzwiebel
Allium Ursinum


Beschreibung: Der Bärlauch ist eine im Frühjahr weißblühende Zwiebelpflanze, die man hauptsächlich in schattigen, feuchten Wäldern findet. Zuerst erscheinen etwa im März die ersten zarten, langstieligen, oval-länglichen Blätter, die gefährlicherweise den Blättern des Maiglöckchens, das giftig ist, nicht ganz unähnlich sind. Hier muss man bei der Wildsammlung wirklich aufpassen, denn ein einziges Maiglöckchenblatt könnte schon tödlich wirken. Also: Achtung!

Merkmale zur Unterscheidung: Die Bärlauchblätter sind etwas zarter und schmaler als Maiglöckchenblätter und duften beim Reiben zwischen den Fingern intensiv knoblauchartig. Im Zweifelsfall an jedem einzelnen Blatt riechen...! Wenn der Bärlauch Blüten ansetzt, ist er leichter vom Maiglöckchen zu unterscheiden. Er hat zuerst schnittlauchähnliche, einzelne, weiße, große Knospen, die sich, wenn sie im Mai dann aufspringen, in 10 - 20 kleine, weiße Sternchenblüten teilen.

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Bärlauch mit Blütenknospen in meinem Kräuterbeet,
Mai 2006


Mythologie: Der Name "Bärlauch" leitet sich wirklich vom Bären ab. Da Lauche allgemein ein sehr beliebtes Heilkraut bei den alten Germanen war, und dem Bärlauch eine besondere magische Kraft zugesprochen wurde, wurde es mit dem starken Bären, einem der wichtigsten Krafttiere der Germanen in Verbindung gebracht. Die Stärke des Bären spiegelt sich quasi in diesem Kraut wieder. Man sagt, vor der Walpurgisnacht habe das Bärlauch die stärkste Heilkraft. Vermutlich auch, weil es dann gerade erst Blüten ansetzt. Wenn es blüht, verliert es sein Aroma und man erntet es nicht mehr.

Heilkräfte: Eingesetzt werden kann das Bärlauch als Tee aus dem frischen Kraut bei Magen-und-Darm-Beschwerden, insbesondere bei Blähungen und zur Stärkung der Gefäße und zur Vorbeugung gegen Arteriosklerose und Gicht. Bei Bronchitis mit zähem Schleim und bei Fieber kann ein Tee aus Bärlauchblättern ebenfalls Wunder wirken. Außerdem ist Bärlauch reich an Vitamin C und wirkt somit positiv auf das Immunsystem, wenn es frisch als Salat, Kräuterbutter oder -quark gegessen wird. Erhitzt man es, sterben die Vitamine ja leider, was gemeinhin häufig vergessen wird.

Magische Kräfte: In der Landwirtschaft gab es den Brauch, Mädchen und Jungs am 1. Mai auszuschicken, um im Wald Bärlauch zu sammeln. Wenn sie mit dem Bärlauch zurück ins Dorf kamen wurde gefeiert. Das gesammelte Bärlauch wurde dem Vieh gegeben, sollte es gesund machen und erhalten, und es gegen bösen Zauber und dämonische Geister schützen.

Küche: Bestens geeignet für die Küche in allen Varianten... Z.B. frisch als Salat, kleingeschnitten auf Suppen oder als Gewürzkraut in Soßen oder Kräuterbutter, in Öl als Pesto, gekocht als Spinat, zu Nudeln, auf Pizza oder Quiche...

Anmerkung: Das Bärlauch gehört zu den geschützten Pflanzen, da es in einigen Teilen Deutschlands stark gefärdet ist. Am besten, man besorgt sich ein Pflänzchen, z.B. in einer Gärtnerei, und pflanzt es im eigenen Garten an. Ich habe das so gemacht. Inzwischen hat es sich wie verrückt in meinem Kräuterbeet ausgebreitet, so dass ich es jetzt zum Teil umgepflanzt habe... Unter die Tanne... Da wächst sonst eh nicht viel... Und das Bärlauch mag ja Waldboden... Da kann's sich gern so riiiichtig ausmehren...!

Quellen:
Zauberpflanzen - Hexenkräuter/Gertrud Scherf
Feld-, Wald- und Wiesenkochbuch/Eva Marie Helm
...und eigens angesammeltes Wissen

Sonntag, 7. Mai 2006

Wildkräuter-Tofu-Quiche

Eine neue Kreation von mir....! Heute ertestet und sehr gut angekommen....! Sehr kurze Zubereitungszeit (circa 45 Minuten, inklusive 30 Minuten backen)...! :))

200 g Mehl nach Wahl (Ich bevorzuge halb helles, z.B. Weizen, und halb Vollkorn, z.B. Dinkel oder auch Vollkorn-Weizen)
80 g Butter
etwas Salz
5 Esslöffel sehr kaltes Wasser

Alles miteinander verkneten und den Teig in eine gefettete Springform drücken. Am Rand circa 2 cm hoch ziehen.

Einen Einfrierbeutel voll Wildkräuter (Bärlauch, Giersch, Gundelrebe, Knoblauchrauke, Gänseblümchen...)
2 - 3 mittelgroße Tomaten
250 g Tofu mit Kräutern (z.B. mit Bärlauch)
200 g Schmand, Saure Sahne oder Creme Fraiche
3 Eier
100 g Käse (z.B. Gouda, oder wer's etwas stärker mag, Greyerzer oder Bergkäse...)
Salz, Pfeffer

Den Tofu in Stücke schneiden und als unterstes auf den Quiche-Teig in die Form geben. Die Wildkräuter kurz anbraten/garen, mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Auf den Tofu geben. Tomaten achteln und auf die Wildkräuter geben. Den Käse in Stückchen schneiden oder raspeln und über alles drüber streuen. Den Rest verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und gleichmäßig über die Quiche gießen.

Alles backen, bis Teig an den Rändern und Eimasse leicht goldbraun ist. Das sind circa 30 Minuten bei 175 - 200°C, beziehungsweise Gas Stufe 4 - 5. Das war's...! Fertig...! Und leeeeeeeckerrrrrr...!

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Wildkräuter-Tofu-Quiche,
beim Brunch in Indras Garten,
07.05.06

Mittwoch, 14. September 2005

Ein neues Waldfeenrezept: Eichelmehlkekse

500 g möglichst große Eicheln = 250 g geschält
200 g Vollkornmehle (Weizen oder Dinkel)
200 g Fett (Butter)
100 g Honig
etwas Salz, 1 TL Backpulver

Eicheln etwas antrocknen lassen, roh schälen, halbieren, schlechte Stellen herausschneiden. Zum Entbittern 2-3 mal in jeweils frischem, kalten Wasser ansetzen und kurz aufkochen lassen. Innenhaut entfernen. Zerkleinern, z.B. in Nussmühle. Ausgebreitet trocknen lassen. Mahlen in Getreidemühle. Mit Mehl mischen, aus allen Zutaten einen Teig bereiten. Ca. 30 Minuten kaltstellen. Dann den Teig ca. 5 mm dick ausrollen und Kekse ausstechen.

Bei 200 Grad ca. 15 min backen.

Ergibt ganz leckere, äußerst hübsche dunkelbraune "Taler". Viel Spaß beim Backen und Guten Appetit wünscht die Baumkriegerin! :))

Donnerstag, 19. Mai 2005

Holunderblüten-Drinks

Hollersekt

12 Holunderblütendolden (voll in Blüte und Duft, an einem sonnigen Tag gepflückt)
0,7 kg Zucker
1 Zitrone
1 TL Weinessig

Die Blüten mit dem Saft der Zitrone in eine Schüssel geben. Die Zitronenschale kommt ebenfalls hinein (ohne weiße Haut). Dann Zucker, Essig und 4,5 l Wasser hinzufügen und 24 Stunden ziehen lassen. Zusätzliche Hefe wird nicht benötigt, denn die schwachen Hefen an der Blüte reichen aus. 3 Wochen an einen möglichst sonnigen Platz stellen. Den "Sekt" am besten trinken, ehe er drei Wochen alt ist, oder nach 3 Wochen abfiltern und in saubere Flaschen füllen, verkorken und dunkel lagern.

Holunderblütensirup

Holunderblüten
Wasser
Zucker
Ascorbinsäure

Zubereitung:
So viel Holunderblüten wie möglich in ein sauberes Glas stopfen.
Mit Wasser aufgießen und 24 Stunden an einem warmen Ort (in der Sonne) ziehen lassen.
Flüssigkeit filtern, Blüten ausdrücken.
Pro Liter Flüssigkeit 1,25 kg Zucker und 20 g Ascorbinsäure zugeben und weitere 3 Tage in der Sonne stehen lassen, bis der Zucker gelöst ist.
In saubere Flaschen abfüllen.

Der Sirup schmeckt lecker über Pfannkuchen, Eis oder im Tee, oder einfach mit Wasser als kühles Erfrischungsgetränk.

Sláinte!

I lean my body into the bark of the Goddess Tree until my voice becomes one with Hers tumbling into roots and sky.

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