Rettet Tara

Donnerstag, 31. Mai 2007

Neues von Tara

Ganz schön was los, um und bei Tara...! Die Leute von "TaraWatch" haben jetzt ein Protest-Camp nahe dem Gelände der neu entdeckten Fundstelle einer vermutlich keltischen Tempelanlage - ich berichtete schon - errichtet. "Monuments Watch Camp" nennt sich die Aktion und zahlreiche Tara-Aktivisten haben ihre Zelte aufgeschlagen und wachen dort Tag und Nacht. Und es gab bereits so manche handgreifliche Auseinandersetzung mit Bauarbeitern. Straßenbauarbeiter wurden scheinbar angewiesen, in das Territorium der Protestler einzudringen und deren Eigentum (sprich: Zelte, Kocher, Klamotten, Planen etc.) zu entfernen. Eine junge Frau wurde bei Handgreiflichkeiten sogar so stark verletzt, dass ein Krankentransport gerufen werden musste und die Frau jetzt in ärztlicher Behandlung ist. Die Frau wurde nach Berichten von Augenzeugen von Bauarbeitern hin und her gestoßen und gar geworfen und an Armen und Beinen durch den Dreck gezogen. Heftige Geschichten. Polizei und angeforderte Sicherheitsteams, die vor Ort waren, standen nur dabei und schauten zu, wie alles seinen Lauf nahm und griffen nicht ein. (Nach Informationen von Muireann Ni Bhrolchain und TaraWatch)

http://www.myspace.com/hilloftara

Unglaublich... Was geht da gerade ab...? Warum eskaliert die Situation nun so dermaßen...? Gemüter sind erhitzt, Interessen prallen aufeinander... Auf Tara, hier in Nord-Deutschland... Irgendetwas liegt in der Luft...! Warum handelt der Stast so oft gegen die Interessen des Volkes...? Immer wieder und überall...? Wer will eine Maut-Autobahn in Irland, die auf einer Strecke von circa 250 km eine Zeitersparnis von 10 - 15 Minuten bringt...? Wer will das wirklich...? Noch dazu, wenn diese Straße ein schönes und energetisch wichtiges Tal kaputt macht, zahlreiche archäologische Stätten zerstört und so viel Geld kostet, mit dem man weiß die Göttin besseres anstellen könnte. Und WER will einen G8-Gipfel, auf dem so viel Mist entschieden wird und der noch dazu wahrscheinlich nochmal ein Vielfaches der Kosten der Tara-Autobahn kostet...?!

tara

Zu dumm, dass ich dieses Jahr nicht zur Sommersonnenwende nach Tara fahre... Zu dumm, wirklich... Gerade dieses Jahr würde scheinbar Hilfe gebraucht werden. Und auch zu Litha sind auf Tara selbst Aktionen geplant. Ich selbst hatte im letzten Jahr vorgeschlagen, auf der Sommersonnenwende auf Tara eine Gedichte-Aktion zu planen und dadurch auf positive Art Protest zu machen. Wurde im letzten Jahr irgendwie ignoriert, dieser Vorschlag. Zu heidnisch, wurde gesagt... tztz... Könnte ja "Andersgläubige" abschrecken, wenn man den Protest für Tara direkt mit der Sonnenwendsfeier zusammenbringen würde. Tjaaa... Dieses Jahr nun ist eine Gedichte-Aktion geplant... *schnief* Naja, was soll's...?!

http://www.myspace.com/summersolsticetara

Außerdem soll die Litha-Aktion auf Tara über 4 Tage gehen... hm... Andererseits...? Was bedeutet das...? Ist das wirklich gut für Tara...? Werden noch mehr Leute kommen, als in den letzten Jahren...? Werden noch mehr Leute darunter sein, die sich einfach bloß "in den Strom hängen" um Party zu machen oder gegen den Staat zu agieren, ohne wirklichen Sinn und Verstand...? hm... Irgendwie macht mir das alles Sorgen... Ich denke, es wäre eine gute Idee, eine Erdheilungsaktion für Tara anzuleiern... Ja, ich denke, ja... Irgendetwas Gemeinsames mit Fokus auf Tara am Tag der Sommersonnenwende, um dort drüben die zu unterstützen, die Tara wirklich Gutes wollen... *nachdenklich schau* Wäre von Euch jemand dabei...?

Ansonsten sei weiterhin auf die Petition (Minibanner unten links) hingewiesen...! Und Spenden nehmen die Aktivisten von TaraWatch auch gerne...! Von denen werden derzeit das Camp und weitere Protestaktionen finanziert. Weitere Informationen unter den angegebenen Links.

Sonntag, 20. Mai 2007

Tempel beim Bau der Tara-Autobahn entdeckt

*Schnüffschnüffschnüff* Ich werde dieses Jahr garnicht zur Sommersonnenwende auf Tara sein... Allmählich wird mir das bewusst, jetzt, wo Litha näher rückt...! Och mönsch... Irgendwie war das ja schon fast ne liebgewonnene "Tradition" - naja, wollen wir's mal nicht übertreiben...! ;) Jedenfalls vermisse ich Irland... Tara... Meine lieben Freunde dort... Die Musik... Die Pubs... Aber diesen Sommer sind einfach andere Dinge, andere Orte für mich angesagt...! Ein bissl wehmütig linz ich trotzdem "rüber auf die Insel" und werde am 21. das ein und andere Mal dran denken, was ich grad verpasse und dass ich stattdessen arbeiten muss... *grummel*

Dennoch... Wichtig ist es mir, mal wieder von Tara zu berichten... Sicher erinnert Ihr Euch an den umstrittenen Autobahnbau im Tara-Skryne-Valley, über den ich schon häufiger berichtete...?! Im letzten Jahr endete meine Berichterstattung in etwa damit, dass der Autobahnbau begonnen wurde, dass jede Menge Bäume und Büsche abgesäbelt wurden, Felder und Wiesen umgegraben wurden und dass so einige hundert archäologisch interessante Stätten in Gefahr waren, darunter u.a. auch einige Ringforts und heilige Stätten.

Als ich im Sommer in Irland war, entdeckte man beim Umgraben der Landschaft für einen riesigen Autobahnkreuzungspunkt mit Tank- und Raststätte in unmittelbarer Sichtweite zu Tara ein großes steinzeitliches Massengrab, von dem man vermutet, dass es in einem rituellen Zusammenhang stehen muss. Proteste gegen den Autobahnbau wurden lauter. Viele Menschen, die bisher nicht allzu besorgt über den Autobahnbau waren, störten sich nun an der Vorstellung, dass hunderte von steinzeitlichen Skeletten einfach so um- oder ausgebuddelt werden sollten. Allerdings weiß ich leider nicht, was aus dieser Sache wurde. Ich werde später recherchieren. Jedenfalls sagte Michael immer, dass er dafür bete, dass bei den Bauarbeiten irgendetwas gefunden werde, dass beweise, dass dieses Tal eine besondere Bedeutung habe und dass den Bau dann schnellstmöglich zum Stop bringen würde.

DAS ist jetzt passiert...! Es wurde bei den Bauarbeiten ein enorm großes Ringfort- und Tempelareal ausgegraben, welches nun wiederum die Gemüter erhitzt und den Bau an dieser Stelle nun tatsächlich, zumindest vorerst, gestoppt hat.

Bericht über den Tempelfund im "National Geographic"
Interessante und traurige Bilder auf TaraWatch

Zurzeit wird entschieden, ob der Tempel für die Autobahn dran glauben muss oder ob die Autobahn doch einen anderen Verlauf nehmen muss. Tara-Aktivisten sehen wieder Chancen, ihre Ziele doch noch durchzusetzen und den endgültigen Bau der umstrittenen Zollstraße doch noch abzuwenden und umzuleiten. Darum wird zur Zeit wieder verstärkt zu Aktionen aufgerufen. Möglichkeiten, die wir haben, um zu helfen:

1. Sign the Tara Protection Pledge, that has just been set up at:
http://www.petitiononline.com/tara101/petition.html
TaraWatch is setting up a camp near Tara and we need help on the ground, now.

2. Attend our conference, 'The Hill of Tara; Historical and Cultural Importance' on Monday 21st May in Trinity College Dublin, Swift Theatre, 11.00 am to 2.00 pm. Hosted by the Centre for Medieval and Renaissance Studies. Speakers include Dr Sean Duffy, Dr Gerald Morgan and Vincent Salafia. http://www.tarawatch.org/

3. Make a submission directly to Dick Roche, the Minister for the Environment, Heritage and Local Government. minister@environ.ie Or srite to Minister for the Environment, Heritage and Local Government, Customs House, Dublin 2

4. Donate to the Tara Archaeological Report Fund: http://tarawatch.org/?page_id=345

5. Join our email discussion list with over 800 members: http://groups.yahoo.com/group/hilloftara/

6. Become a myspace friend and help promote the cause: http://www.myspace.com/hilloftara

Quelle: Auszug aus der TaraWatch-Infomail vom 20.05.07

Wichtiger Punkt: Es gibt eine neue Petition, die ja recht schnell und einfach zu unterschreiben ist. Kost nix - außer vielleicht 2 - 3 Minuten Zeit. Ich habe auch den Button unten links auf der Seite mit diesem Link unterlegt. Ansonsten findet Ihr den Link auch unter Punkt 1 der Auflistung aus der TaraWatch-Mail. Bitte unterschreibt...!

Mittwoch, 14. Juni 2006

Nicht mehr lang bis Tara

Aus gegebenem Anlass hier nochmal mein unlängst geschriebenes Gedicht über Tara, das ich für die Tara-Ausgabe der Pagan Poetry Pages - einer irischen Gedichte-Community, die zu jedem Jahreskreisfest einen Online-Gedichtband "herausgibt" - schrieb. Ich bin ja n klein bissl stolz drauf, weil ich's echt gelungen finde...! *breit grins*

Geraldine, die Herausgeberin der PPP werde ich Freitag in Dublin zum Pläuschchen, Abendessen und musikalischen Pub-Abend treffen. Darauf freu ich mich auch sehr. Sie ist außerdem die Tochter des Besitzers eines der größten Musikaliengeschäfte in Dublin. Seehr praktisch...! Da werd' ich mich gleich mal bezüglich "Low Whistle" beraten lassen... Ich würd' mir ja sooo gern eine kaufen... Naja, egal... Gedicht....! ;)

The Disenchantment of Tara

In Ireland, once upon a time
There was an enchanted place
Teamhair was this place's name
People watched Her as She stood in grace

A mantle of golden green She wore
Full of multi-coloured flowers Her dress
Palaces of stone and wood She bore
Kings and heroes to deeply impress

Enchantment took place where She was around
Love conquered the heroes hearts
While to their geasa they were bound
She was the one to shuffle the cards

Sovereignty She gave to some gallant man
Who desired to be king of the land
But couldn't he hold to it - off She ran
To a stronger man She'd give Her hand

Today now the "kings of the land" do not know
The power this Goddess does provide
Forgotten are the times when kings would show
their honour and love by Her side to reside

Now pray to the Goddess
that they might awake
that they put fingers off Her
for the magic land's sake
Let them be wise
Let them hear Her soft voice
Let them find their way back
to rethink their choice
Let them remember You
Goddess of the land
And let them be lead
by Your loving hand

Aine, 16.03.06

Außerdem zum Thema Tara: Es gibt eine neue Info- und Aktivistenseite. Ist recht gut gemacht. Die aktuellsten Informationen zum Thema Tara/Autobahn/Aktionen/Petitionen werden dort bereit gestellt und es gibt auch ein Forum zum Austausch.

http://www.savetaravalley.com/

Ich bin wirklich gespannt, wie's vor Ort so aussieht... *seufz* Nun... Ich werde dann berichten, wenn ich zurück bin... Hoffentlich eher Positives....!?

Freitag, 10. März 2006

Was tun für Tara?

Für alle, die Inspiration brauchen und wollen, gibt es auf der Info-Seite von Vincent Salafia jede Menge gute und sicher wirkungsvolle Vorschläge:

http://www.hilloftara.info/

Eine Idee für den St.Patrick's Day

Der St.Patrick's Day wird ja durchaus auch von irisch-inspirierten Heidinnen gern gefeiert. Was hat der Tag schon auch wirklich noch mit dem "heiligen Herrn Patrick" zu tun, oder...? Nun gab' es da einen netten Vorschlag in der Tara-Group, wie man diesen Tag für Tara-Aktionen nützen könnte. Gute Idee, finde ich. Vielleicht feiert ja irgendwer von Euch in einem Irish Pub und mag ein bisschen "Publicity" machen.

Anleitung: Besorgt Euch ein Knäuel grüner Wolle oder grünen Bandes. Schneidet es in viele circa 25 cm lange Bändchen. Nehmt etwas festeres Papier oder dünne Pappe und schneidet daraus kleine "Fähnchen" - circa 1 x 3 cm. Auf diese kleinen Fähnchen schreibt Ihr die Url der Tara-Petition oder der Informationsseite von Vincent Salafia.

http://www.petitiononline.com/hilltara/
http://www.hilloftara.info/

Ihr fädelt die Fähnchen auf die grünen Bändchen auf, bindet die Bändchen dann allen möglichen, nicht abgeneigten Menschen in der Kneipe um's Handgelenk und weist sie daraufhin, sich die Links bei Gelegenheit mal anzuschauen.

Wenn Ihr Lust habt könnt Ihr zusätzlich noch einen kleinen Informationstext zum Thema ausdrucken und verteilen. Ich stelle dafür gern meine Texte hier auf der Seite zur Verfügung. Sucht Euch was passendes heraus. Am aktuellsten ist vielleicht der Text, den ich für die Mabon-Ausgabe des Erdenkinds geschrieben habe. Eine Quellenangabe dabei wäre natürlich nett.

Tara-Art-Rubrik bei den Feuerweibern

Soooo, und bei den Feuerweibern gibt es jetzt eine neue "Projekt-Rubrik" für Tara Art. Immerhin gab's schon mal 3 Interessentinnen, und ich dachte mir, das reicht, um einen Anfang zu machen. Vielleicht fühlen sich ja später noch andere inspiriert. Ich bin gespannt. :))

Donnerstag, 9. März 2006

Das Tara-Skryne-Valley

Es wird ja meistens, der Einfachheit halber gesagt, die umstrittene M3-Zollstraße führe "durch Tara hindurch". Das stimmt SO natürlich nicht ganz. Tara selbst wird von der Autobahn nicht direkt gefährdet oder gar zerstört. Jedoch wird kontrovers diskutiert, inwiefern die nähere Umgebung Taras - insbesondere das Tal zwischen dem Hill of Tara und dem Hill of Skryne - zum National Monument Tara hinzugezählt werden kann und sollte.

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Blick von Tara hinüber auf Skryne

Mehr oder weniger ging es auch in der Gerichtsverhandlung um Tara um eben diesen Punkt. Da es in Irland ein Gesetz gibt, nach dem National Monuments geschützt und bewahrt werden müssen, dürfte Tara selbst nie Straßenbauarbeiten oder ähnlichem zum Opfer fallen. Die Frage, die vor Gericht erörtert werden sollte war nun, ob es sich beim Tara-Skryne-Valley, durch das die M3 eben genau hindurch führt, ebenfalls um ein National Monument handelt, oder ob es gar zu Tara dazu gehört, oder nicht. Für Vincent Salafias These spricht aufjedenfall, dass sowohl Tara als auch Skryne eine herausragende Bedetung in der irischen Mythologie und Geschichte haben und als Nationaldenkmäler ausgeschrieben wurden, als auch, dass im Tal zwischen diesen beiden insgesamt circa 40 kleinere steinzeitliche und mittelalterliche Stätten bekannt sind, die durch die M3 zerstört würden. Zudem wurden inzwischen viele weitere kleinere archäologisch interessante Plätze entdeckt.

Einer der interessantesten Plätze im Tara-Skryne-Valley ist wohl das Baronstown Ringfort, ein großer Steinring von circa 40 Metern Durchmesser, der vermutlich als Ritualplatz genutzt wurde. JETZT gerade, von 10.30 bis 12.30 Uhr Irischer Zeit findet dort ein von der Tara-Skryne-Group ins Leben gerufener Protest vor Ort statt.

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Luftaufnahme von Baronstown

Unter folgendem Link - übrigens erstaunlicherweise eine Pro-M3-Seite des Meath County Council - findet Ihr eine Karte, die zeigt, wie die M3 durch das Tara-Skryne-Valley verlaufen soll und wo sich die Orte befinden, die dadurch in Mitleidenschaft gezogen würden. Auf der Karte sieht das wirklich drastisch aus.

http://www.m3motorway.ie/Archaeology/Section2/

Was können wir nun tun?

Ich kann nur sehr empfehlen, dass Ihr Euch in der TARA-YAHOO-GROUP anmeldet. Dort werden zur Zeit Ideen und Vorschläge zu möglichen Aktionen diskutiert. Vielleicht habt Ihr ja auch noch gute Ideen beizutragen?! Außerdem: Je mehr Mitglieder in dieser Group, desto besser. Alles steht ja schließlich unter Beobachtung. Wie groß ist das öffentliche Interesse wirklich, und so weiter.

Für uns Leute, die außerhalb Irlands leben, wird in der Group, insbesondere vom Grouphost Vincent Salafia, hauptsächlich darum gebeten, Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Das heißt, andere Leute zu informieren, z.B. indem wir in unseren Blogs und auf unseren HPs und in Foren über die Situation berichten und/oder Links und Banner zu relevanten Seiten schalten, Leute dazu zu bringen, die Petitionen zu unterschreiben, Briefe zu schreiben, sich an Zeitungen oder Radio-Stationen zu wenden, und dieses alles natürlich auch selbst zu tun. Vielleicht werden konkretere Aktionen demnächst folgen. Ich bleib' am Ball und werde weiterhin berichten...!

Pagan Poetry

Sehr schön finde ich aber schon mal den Vorschlag eines Mitglieds der Group, das eine sehr schöne Seite zum Thema "Pagan Poetry" betreut. Am 21. März soll eine Spezialausgabe mit Gedichten zum Thema "Tara" erscheinen und es werden noch Gedichte und andere poetische Werke gesucht. Falls da also jemand von Euch etwas zu bieten hat...?! (Ich denke allerdings, dass es wohl übersetzt werden müsste, wenn es auf Deutsch ist, habe allerdings gerade nachgefragt, ob eine fremdsprachliche Gedichte-Ecke evt. auch von Interesse wäre...)

http://www.anfianna.com/paganpoetrypages/index.php

Liebe Grüße von der Baumkriegerin

Sonntag, 5. März 2006

Der Prozess um Tara...

...ist leider nicht gut ausgegangen. Viel mehr mag ich dazu auch gerade garnicht schreiben... *sehr traurig schau* Die Klage der Tara-Skryne-Group, insbesondere Vincent Salafia, wurde leider abgewiesen. Der Bau der M3-Zollstraße am Fuße des Tara Hill darf weitergehen...

Vincent Salafia jedoch wird vor dem Europäischen Gerichtshof in nächsthöherer Instanz weiterkämpfen...! Ich werde in den nächsten Tagen darüber informieren, wie es für alle anderen Aktivisten und Unterstützer witergehen kann. Vielleicht haben wir ja jetzt, da es sich ja nun um eine "europäische Angelegenheit" handelt, auch die Möglichkeit mehr Einfluss zu nehmen, als bisher. Die Hoffnung stirbt zuletzt...

tara

Tara - manam cara...

Mittwoch, 8. Februar 2006

Tara-News Februar 2006

Gerichtsurteil über Tara im März

Die Gerichtsverhandlung um Tara ist inzwischen abgeschlossen. Unter den Parteien kam es wie erwartet zu keiner Einigung. Die Entscheidung des Gerichts wird erst am 1. März bekannt gegeben werden.

Neuer Tara-Blog

Es ist ein neuer Blog zum Thema Tara eröffnet worden, in dem ständig die neusten Entwicklungen, Informationen, Zeitungsartikel, sowie öffentliche Briefe und Meinungsäußerungen veröffentlicht werden. Außerdem gibt es eine umfangreiche Linksammlung mit sämtlichen Zeitungsartikeln und Fernsehberichten der letzten Monate, sowie Protestseiten zum Thema, durch die man stundenlang stöbern könnte, wenn man wollte. Allerdings alles in englischer Sprache.

http://hilloftara.blogspot.com/


Tara - persönlich



Jepp, ich werde wieder hinfahren, zur Sommersonnenwende...! Nichts ist zur Zeit sicherer als das, in meinem Leben, würde ich sagen...! hihi... Und ich freu' mich jetzt schon riesig...! :))

Mittwoch, 18. Januar 2006

Tara Court Case und irische Gesetze

Ja, da hab' ich ja neulich berichtet, was es in Schottland für tolle Gesetze gibt, in Irland ja aber leider nicht. Denn sonst wäre ja Tara vermutlich längst gerettet. Worum geht es aber nun in diesem gerade laufenden Prozess, der Taras Ruhe, Schönheit und Heiligkeit retten soll?

Die "Tara-Skryne-Aktionsgruppe", deren Webseite und Petitionen ja auch unter meinen Links zu finden sind, beschloss im letzten Frühjahr, nachdem die Regierung den Bau der Zoll-Autobahn M3, die das Tara-Skryne-Tal durchschneiden würde, endgültig genehmigt hatte, gerichtlich gegen diesen Beschluss vorzugehen. Ihre Argumentation wollte die Gruppe hauptsächlich auf einem gerade im Jahr 2004 neu erlassenen Gesetz aufbauen, in dem es heißt, "Nationale Monumente" seien vor der Zerstörung zu bewahren und zu schützen. So weit so gut...! Für uns klingt das wahrlich einleuchtend, nicht wahr? Kein Grund, an der Durchsetzung einer Verlegung der Autobahnstrecke zu zweifeln.

Seit letzter Woche Donnerstag ist der Prozess nun in Gange. Der Hauptkläger vor Gericht ist der Tara-Skryne-Aktivist und Archäologe Vincent Salafia. Der Staat verteidigt das Bauunternehmen der Regierungspartei und des Meath County Council.

Argumente der Kläger:

- Tara und Skryne sind "Nationale Monumente" und daher vom Staat zu schützen
- Tara selbst gelte schon lange als eingetragenes "National Monument" und der Hill of Tara sei in einem Umkreis von 100 Acres geschützt, jedoch sei bei der Planung der M3 nicht bedacht worden, dass auch der Blick auf die Autobahn vom Hügel hinab eine Störung des Ortes bedeute
- Das Tal zwischen Tara und Skryne, mit seinen zahlreichen Megalithstätten, von denen allein 38 direkt vom Verlauf der Autobahn zerstört werden, ist ein "Nationales Monument" und daher vom Staat zu schützen
- Vorallem sei die Genehmigung des Baus der M3 ungesetzmäßig, weil es versäumt wurde, von Archäologen überprüfen zu lassen, ob es sich bei den zerstörten Megalithstätten um "Nationale Monumente" handeln könne, oder evt. noch weitere Monumente auf der Strecke lägen und zerstört werden würden
- Es sei überhaupt garnicht nötig, das Tara-Skryne-Tal in dieser Weise zu zerstören, da eine alternative Route möglich sei, die keine Monumente zerstöre und die sogar 2,5 km kürzer wäre, als die bisher geplante Route

Argumente der Verteidigung:

- Tara und Skryne selbst würden ja durch die Straße nicht zerstört
- Eine naturgeschaffene Landschaft (das Tara-Skryne-Tal) könne kein "Nationales Monument" sein
- Alle 38 zerstörten kleineren Monumente im Tal seien von Archäologen nicht zu "Nationalen Monumenten" erklärt worden
- Die Autobahn sei vom Hill of Tara ebensowenig sichtbar, wie die bisher dort verlaufende Straße und sei darum auch keine Störung für den Ort
- Die Vorbereitung der Straßenplanung sei sehr gründlich gemacht worden, und 4000 Menschen aus der Umgebung seien im Vorraus befragt worden, ob die Route so gelegt werden solle und/oder was dagegen spreche. Keine Bedenken seien dabei aufgekommen, dass es so die richtige Route sei.

Tja... Wer hat nun die besseren Argumente...? Ich finde das ja eigentlich ganz klar... Was natürlich nicht ausgesprochen wird ist, dass man ja nun zugeben müsste, einen Fehler bei der Planung begangen zu haben und umsonst bereits etliche Bäume, Büsche und Megalithstätten umgewälzt zu haben. Und natürlich spielt das Geld eine Rolle. Eine Neu-Planung der Route würde natürlich nochmal einige Euros kosten. Nun... Hoffen wir, dass das Gericht einen klaren Geist besitzt und sich nicht bestechen lässt. Heute wird der Fall resümiert.

Noch ein bisschen HOFFEN und BETEN....!

Liebe Grüße von der Baumkriegerin

bloc und bluicne

Bloc und Bluicne, Tara
Litha 2005
by Aine

Montag, 16. Januar 2006

Schottische Feengesetze

Wooooow....! Das war mir ganz neu, dass es in Schottland solcherlei wunderbare Gesetze gibt...! Ist das nicht super-klasse...?! :))

Schade, dass es solcherlei Gesetze in Irland scheinbar nicht gibt... Das würde ja so maaaanchem Ort und auch so manchem Baum das Leben retten.....! Tara ganz sicher....!

Feenplatz verhindert Siedlungsbau

Der Zauber von MacFeng-Shui – Weil die Bewohner eines schottischen Dorfes die Rache von Feen fürchten, darf ein Bauunternehmer einen alten Stein nicht antasten.

Von Wolfgang Koydl

Jeder, der schon einmal ein Haus gebaut hat, kennt die Erfahrung: Der Prozess ist alles andere als märchenhaft, und zu den größeren Problemen gehört es, die nötigen Auflagen zu erfüllen und Genehmigungen einzuholen.

Doch was geschieht, wenn sich die Baubehörden mit der Märchenwelt verbünden? In diesem Fall werden die Hürden für den Bauherren schier unüberwindlich – vor allem in einem Land, in dem es noch immer von Elfen, Gnomen, Hobgoblins und Pixies nur so zu wimmeln scheint.

Diese Erfahrung musste der britische Bauunternehmer Marcus Salter machen, der in der schottischen Grafschaft Perthshire nördlich von Edinburgh eine Wohnsiedlung in einer unberührten Gegend nahe dem romantischen Loch Earn bauen wollte. Alles schien geklärt, die Bulldozer fuhren bereits auf, um die Baugrube auszuheben, als ein Dörfler aufgebracht herbeistürmte und rief: „Rührt diesen Felsen nicht an, ihr bringt die Feen um.“

Wütende Feen

Erste Vermutungen, dass es sich bei dem zornigen Herren um einen exzentrischen Einzelfall handeln könnte, musste Salter rasch beiseite wischen. Nahezu alle Bewohner des Dorfes St. Fillan waren – wie die Londoner Times berichtet – überzeugt davon, dass der pyramidenförmige Stein, der in der Mitte einer ausgedehnten Wiese aus dem Erdreich ragt, die Heimstätte dieser Märchenwesen sei.

„Mehrere Leute riefen uns an und sagten, dass wir die Feen störten“, erinnert sich Salter. „Ich glaubte zuerst, dass die Leute einen Witz machten, aber das kam schlecht an.“ Selbst als die Bautrupps einen weiten Bogen um den vermeintlichen Zauberstein machten, verstummten die Proteste nicht.

Die Feen, so rügten die Dorfbewohner, würden sicherlich wütend werden. Dies sollte aber unter allen Umständen vermieden werden, denn echte Feen haben – wie die einschlägige Fachliteratur verzeichnet – wenig mit den lieblichen Flatterwesen zu tun, wie sie William Shakespeare im Sommernachtstraum erfand. Zumal die schottische Fee nach diesen Angaben ziemlich kratzbürstig werden kann, wenn man sie reizt.

In St. Fillans waren es allerdings zunächst die Sterblichen, die sich ärgerten.

Die Angelegenheit verließ denn auch rasch das Reich des Märchens, als sich der örtliche Gemeinderat der Sache annahm – und hinter die empfindliche Feenwelt stellte. Die Ratsvorsitzende Jeannie Fox bekannte, dass auch sie an Feen glaube, auch wenn sie sich nicht sicher sei, dass sie wirklich unter jenem ominösen Felsen ihr Zuhause hätten.

„Mir hatte man gesagt, dass der Felsen eine historische Bedeutung hat“, erklärte sie, „dass Könige auf ihm gekrönt wurden“. Für sie war es weniger Feenzauber, der gegen eine Verlegung des bemoosten Steines sprach, sondern eher eine Art von Feng-Shui – oder, wie es die Times mit einer spöttischen Verbeugung nach Schottland nannte – MacFeng-Shui.

Schließlich mischte sich auch die Baubehörde ein und drohte mit einem Entzug der Baugenehmigung. Sie berief sich auf einen Passus in ihren Richtlinien, in dem es heißt, dass „lokale Gebräuche und Überzeugungen“ bei Bauvorhaben berücksichtigt werden müssten. Angesichts der gemeinsamen Front von Federfuchserei und Feenzauber kapitulierte Bauunternehmer Salter: Jetzt soll seine Wohnanlage rings um einen Park gebaut werden. In der Mitte der Grünfläche wird ein merkwürdiger geformter Felsen aus dem Erdreich ragen.

(SZ vom 22.11.2005)


http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/781/64717/

Freitag, 13. Januar 2006

Tara Court Case, Skelette und die Hoffnung

Bitte alle mal kräftig für TARA beten, in den nächsten Tagen....! Es tut sich mal wieder n bissl was...! Chancen tun sich auf, dass etwas geschieht...!

Es wurden bei den Straßenbauarbeiten an der umstrittenen M3 durch das Tara-Skryne-Valley letzte Woche 500 Skelette gefunden...! Ein riiesiger steinzeitlicher "Friedhof"... Tatsächlich wurde es Archäologen nun gestattet, die Skelette zu bergen und zu untersuchen. Leider wurden dennoch die Bauarbeiten (noch) nicht gestoppt. Jedoch sind nun Gegner der M3-Autobahn hoffnungsvoll, dass die Archäologen ggf. interessante Entdeckungen an den Skeletten oder in deren Umgebung machen, die dazu führen, dass dieses Gebiet doch erhalten bleiben muss. Geringe Chancen... Aber etwas Hoffnung besteht doch immerhin...!

Hier der RTE-Artikel:

11 January 2006 13:20

The National Roads Authority has been accused of

desecrating an ancient burial site in Co Laois after the discovery of more than 500 skeletons on the route of the proposed new M7 motorway.

Archaeologists discovered the remains near a previously unknown 7th century settlement at Parknahown near Cullahill. Locals have called for the work to be stopped and the route of the new road to be diverted.

The NRA says it has removed the remains of many of the skeletons from the site but local priest Fr Willie Hennessey told RTÉ News today that the people of the parish were shocked that the work on the road has not stopped.

He said locals expected the archaeologists to stop

and preserve the site when they discovered the old burial ground. Instead, he said, they had 'desecrated' the site by removing the remains.

http://www.rte.ie/news/2006/0111/m7.html

------------------------------

Die zweite interessante Nachricht ist, dass eine Gruppe von Aktivisten seid gestern vor Gericht für die Verlegung der Autobahnroute kämpft. Sie versuchen zu beweisen, dass die jetzige Route direkt durch das heilige Zentrum des Tara-Skryne-Valleys führt (wobei ihnen die Entdeckung der Skelette kurz zuvor ja auch zu Gute kommt) und so eine wichtige archäologische und geschichtsträchtige Stätte zerstört wird. Vermutlich wird der Prozess einige Tage dauern.

Also, bitte, wenn Ihr die Petitions (Links in der Linkliste links - Was'n Satz mal wieder...!) noch nicht unterschrieben habt, tut das biiiiitttttteeee.....! Und schickt ein paar Gebete für und hoffnungsvolle Gedanken an Tara und die Aktivisten vor Gericht....!

Hoffnungsvolle Grüße an Euch,
die Baumkriegerin

lia fail sepia

Lia Fail auf Tara,
Litha 2005
by Aine

I lean my body into the bark of the Goddess Tree until my voice becomes one with Hers tumbling into roots and sky.

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