Irland - Land der Göttin

Donnerstag, 24. Juli 2008

Kurze Notiz

Ich bin im Westen...! Zimmer in feinem Haeuschen in wundervoller Lage, ein kleines gueldenes Auto (weil ich sonst aufgeschmissen waere, hier auf dem Land) und nen Job zum Ueberwasserhalten fuer's erste....! Juch-heee....! Ansonsten grad noch etwas im Umzugs- und Orgastress (muss meinen halben Hausstand noch in Kildare abholen), aber das wird schon....! Demnaechst dann wieder mehr....! ;)

Gruesse aus dem "Wilden Westen" von Aine

Montag, 19. Mai 2008

Nordküstentour

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Die südliche Küste der County Donegal, zwischen Killibegs und Kilcar. Im Hintergrund die höchsten Klippen Europas, der "Slieve League"...

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Dieselbe Küstenlinie, von der anderen Seite aus gesehen... Vom "Slieve League" aus gesehen...! Wahrscheinlich meine Lieblingsgegend auf meiner Lieblingsinsel...! *grins*

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Etwas weiter die Küste hoch, Richtung Ardara, wird es lieblicher und sanfter von der Landschaft her... Ich lieb's ja felsig... Aber trotzdem - auch wunderschön....!


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Und ganz an der Nordküste finden sich die herrlichsten Strände... Hier bei Fallcarragh, wo ich einen ausgedehnten Spaziergang vom Innenland bis an die Küste machte und dann zur Belohnung im Meer badete. Herrlich war's...

Freitag, 16. Mai 2008

Urlaub im Nord-Westen

Eine gute Woche lang hatte ich richtig "Urlaub"....! Und herrlich war's....! "Study Week" fuer die Studis, "Buddy Week" fuer mich... *chrchr* Zwei Freundinnen aus Deutschland haben mich besucht und wir sind eine Woche an der Nordwestkueste entlanggetingelt, an all meinen liebsten Orten entlang... Quer durch ueber Athlone und Roscommon nach Sligo und die Kueste hoch gen Norden nach Donegal...

Eine detailliertere Beschreibung unserer Route und der heiligen Orte, die wir auf unserer kleinen aber feinen "Pilgerrundfahrt" besucht haben, findet Ihr bei der Koboldin...! Und naechste Woche, Montag oder Dienstag werde ich hoffentlich auch meine Kamera nicht zu Hause vergessen, wenn ich in die Uni fahre, und kann ich auch ein paar Bilder zeigen...! *grins* Ausserdem hab' ich dann womoeglich NOCH mehr zu berichten, weil morgen auch noch eine Freundin aus England rueberkommt... Und da hab' ich nochmal n paar kleinere Touren in der Gegend vor mir, denk' ich...

Tja, schwer was los hier zur Zeit...! Und die Arbeit hat heut auch wieder begonnen und wird jetzt 2 Wochen lang richtig intensiv... Und danach bin ich erstmal wieder "arbeitslos" - Semesterferien... Naja, dann geht's gen Westen und da wird sich bestimmt ein toller neuer Job finden...! :))

Freitag, 18. April 2008

Hausboote

Auf diesem wunderschönen Hausboot, auf dem meine Freundin Marketa wohnt, war ich gestern zum Geburtstagsdinner eingeladen... Isses nich' herrlich....? hmmm..... *träum*

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Ich bin ja eh ein Wassermensch... Besonders am Meer geht mein Herz auf... Aber auch Seen und Flüsse... Hach...! Mag wohl an meiner Heimatstadt liegen...! *lächel* Aber darüber nachgedacht, ob ich ggf. auf 'nem Boot leben könnte, hab' ich bisher eigentlich noch nicht gehabt... Aber WARUM eigentlich nicht....?

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hmmmm... Vielleicht, weil mir dabei das Land fehlen würde, um zu gärtnern und mein eigenes Gemüse anzubauen... Andererseits habe ich auf vielen Booten in dieser kleinen "Siedlung" Töpfe, Kästen etc. mit Kräutern, Blumen etc. gesehen... Und auch am Ufer des Grand Canal wurde so einiges von den Bewohnern angebaut... Also, zeitweise....?! WARUM eigentlich nicht....?

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Tjaja... Natürlich scheitert es wieder mal am Geld... hm... Oder...? gibt es irgendwelche Möglichkeiten, ein Boot zu finanzieren....? Ohne Geld....? *lach* Aber das ist dasselbe Problemchen wie mit dem Cottage... Irgendwas muss da doch zu machen sein... Ja, ich muss glaub ich mal guuuut überlegen, was ich will... Was ich wann will... Und wie... Und warum... Und überhaupt... Sooooooo viele Möglichkeiten - auf dem Fluss des Lebens....! ;)

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Dienstag, 8. April 2008

Moody Sunday

Nur "moody"... Nicht "gloomy", nein... Außerdem war es ja gestern garnicht Sonntag, sondern viel mehr Montag... Oder heißt das Lied "Gloomy Monday"....? *verwirrt kuck* Ist ja auch egal... Ich war ja bloß aus auf eine "catchy" und zugleich passenden Überschrift.... Ihr wisst ja, wie das ist, so als erfahrene BloggerInnen....?! ;)

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In den späten Nachmittagsstunden am Strand von Howth, der schönen Halbinsel vor Dublin... Sehr launisches Wetter, jedoch blieben die Regenschauer in der Ferne, wie man hier auf dem Bild schön sehen kann...

Ich hatte ein ganzes verlängertes Wochenende Besuch... Natürlich wollte ich, dass Du - Ja, Du....! Will ja hier nicht über ggf. Anwesende in der 3. Person sprechen... *grins* - möglichst schöne Ecken meiner geliebten Insel siehst... Schließlich müssen meine Gäste ja verstehen, warum ich so verliebt in diese Insel bin... Besonders, wenn ich den Gast ganz besonders gern hab'... hehe... (Nicht, dass das etwa der erste und letzte Besuch gewesen wäre....!!!) Naja, Ihr versteht... Als erfahrene BloggerInnen und Lebenserfahrene... hihi... So habe ich also Dich, meinen Gast, gepackt und erstmal an die Westküste geschleift... Zu Michael und Ursi, und diese dazu veranlasst, eine kleine Tour mit uns zu machen... Hach...! Herrlich war's... Bestes Wetter, wunderschöne Orte... Und am Montag musste ich leider wieder arbeiten und konnte abends zumindest noch einen Spaziergang auf Howth veranlassen...

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Auf halben Weg auf die Felsen von Howth... Eigentlich wollte ich ja zum Sonnenuntergang oben sein... Gut, ganz haben wir's nicht geschafft...

Howth ist einer meiner Lieblingsorte hier in der Gegend. Der Blick von den Felsen ist einfach unglaublich schön...! Mehr kann man von Dublin und städtischer Umgebung nicht verlangen... In der Dämmerung kletterten wir durch die Rhododendronwälder... Und da weiß die Koboldin, wovon ich spreche... Gelle...? Auf dem Rückweg wurde das dann schon eine etwas spannende Kraxelei....!

Jetzt bist Du, lieber Gast, leider wieder zu Hause in Deutschland... Das ist schade, denn ich teile gern Erlebnisse und Stunden mit Dir....! Aber bald sehen wir uns ja wieder...! Im Juni in Deutschland und im Juli hoffentlich wieder hier, auf der grünen Insel, die die Heimat meines Herzens ist... Und vielleicht ja jetzt auch ein kleines bisschen ein Ort, an den Dein Herz sich auch ein bisschen verloren hat... *zwinker*

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Ich und Du, Howth, Co. Dublin, April 2008

Montag, 31. März 2008

Hallo Ihr lieben, treuen Leser,

ja, das muss ich schon sagen... Denn wenn Ihr tatsaechlich immer noch hier vorbeischaut, um zu sehen, ob ich etwas geschrieben habe oder mein Abo noch immer nicht abbestellt habt, dann gehoert Ihr wirklich zu den geduldigen, ausharrenden und treuen Menschen...! 5 Monate habe ich hier nichts geschrieben... Wie die Zeit vergeht...! Verrueckt... Aber ja, ich moecht' Euch sagen: Ich lebe noch...! ;)

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Blick ueber die County Kildare vom St. Patrick's Hill, Straffan

Und ich hab's geschafft, fuer die, die es noch nicht wissen... Ich bin im Land meines Herzens, habe hier Job und Zimmer, Karminfeuer und Garten, bereits nen Lieblings- und Ritualbaum und sogar bereits eine Freundin, mit der ich Jahreskreisfeste feiern und aehnliche wichtige Dinge tun kann...! Wohlgemerkt - in meiner Gegend... Denn meine anderen Freunde wohnen leider 2 1/2 Stunden von hier entfernt... Da zieh ich dann etwas spaeter hin... An die wundervolle, wilde Westkueste... Jetzt bin ich erstmal in der Naehe von Dublin, in der schoenen, lieblichen, jedoch recht flachen und eher unspektakulaeren County Kildare...!

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Eine der wenigen Erhoehungen der County ist der St. Patrick's Hill, der hier am St. Patrick's Day von einer sehr "interreligioesen" Gruppe (inklusive mir selbst) bepilgert wurde...

Ich bin jetzt seit etwas ueber 2 Monaten hier, mache bereits einen Irisch-Kurs und eine 5-Rhythmen-Jahresgruppe, bestehend aus 5 Wochenendworkshops ueber das Jahr verteilt. Das 5-Rhythmen-Tanzen gefaellt mir schon lange sehr gut und jetzt habe ich beschlossen, in das Thema etwas tiefer einzusteigen. Der erste Workshop war schon sehr schoen und intensiv und ich freue mich auf das, was da noch kommen wird...! Auch sonst... Denn ich habe das Gefuehl, es geht in nem Riesentempo voran, seit ich hier bin, und der Wind pustet kraeftig von hinten, wie es in dem schoenen irischen Segensspruch so schoen heisst... Moege es so weiter gehen...! :))

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Eine junge Pilgerin rennt den uuuunglaublichen Steilhang des Berges hinab... Hier zum Glueck den Wind eher im Gesicht...

Natuerlich bin ich auch schon etwas herumgereist... Hier in der County und in der County Dublin, aber selbstverstaendlich auch zu Michael und Ursi in eine meiner Lieblingscountys: Sligo... Und hier koennt Ihr nocheinmal sehen, wie zufrieden ich hier die ganze Zeit vor mich hingrinse... Demnaechst folgen mehr Bilder und Berichte...

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Zufrieden grinsende Aine im Land ihres Herzens... Ausblick von Solashee (Michael und Ursis wunderschoenes Haus und Grundstueck) ueber die County Sligo

Sonntag, 28. Oktober 2007

Ein Spaziergang an der Galway Bay

Let me take you there... (Ooh... I'd just love to...!)

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Mystische Stimmung an der Stelle, wo sich die Galway Bay dem Meer öffnet... Schaut immer ein bissl aus, als stünde die Erleuchtung oder zumindest eine bedeutende andersweltliche Begegnung kurz bevor, oder...? ;)

Direkt von dem im letzten Beitrag bereits erwähnten "Claddagh" und der Mündung des schönen Flusses Corrib gehen wir nun westlich in Richtung Amerika... Bevor wir aber auf der anderen Seite des großen Ozeans ankommen - wo übrigens mehr Iren leben, als in Irland selbst...!!! - kommen wir zunächst nach Salthill, dem (let's call it) "Seaside resort" Galways. Folgt man weiter der Küste der Galway Bay kommt man zu schönen kleinen Orten, wie Barna und Spiddal, um dann irgendwann in der landschaftlich fantastischen Gaeltacht von Connemara zu landen.

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Der Mond ging schon am Nachmittag über der Galway Bay auf, während die Sonne sich gerade erst darauf vorbereitete, im Meer auf der anderen Seite zu versinken...

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Einen interessanten kleinen Park hat man kurz vor Salthill an der Strandpromenade angelegt, ganz im Stil einer alten Ritualstätte, mit Steinalleen, -kreisen und diesem großen Megalithen in der Mitte... Schaut ganz magisch aus und fühlt sich auch ganz gut an...

Herrliche Blicke auf die Berge des Burren und vorgelagerte Inseln mit Leuchttürmen bestimmen das Bild in den Ferneinstellungen, während Strände, palmen- und akazienbegrünte Promenaden und sommerlich gelb-orange-gestrichene Badeeinrichtungen ein fast schon befremdlich mondänes Ostseebad-Gefühl in den Naheinstellungen hervorrufen...

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Dieser fantastische Blick auf den Sonnenuntergang hinter der knallig gelb-orangen Baywatch-Station war unübertroffen kitschig... Aber soooooooo schön...! :))

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Und noch eines - weil's einfach so unglaublich kitschi-katschi ist und weil noch Platz ist... *grins* Hey, hat schon was, oder...?

Ich denke, wenn ich in Galway eine Zeit lang leben würde, würde ich hier jeden Tag joggen oder walken gehen... Ideale Location dafür... Zwischendurch ein kurzes Bad in der kalten See... Huuuuuahrrrr... *schüttel und bibber* Na, eine schlechte Idee ist das nicht...! Da liefen einige attraktive Herren joggenderweise herum...! (Hatte noch nie zuvor jemanden joggen sehen, in Irland...) *lach* Also, langer Rede kurzer Sinn: Ein Spaziergang von den Galway Quays nach Salthill (und ggf. weiter) ist absolut empfehlenswert...! ;)

Zurück aus dem Land meines Herzens...

...habe ich viel zu berichten - und doch auch eigentlich nicht viel...! Mein diesmal recht kurzer Besuch in Irland beschränkte sich auf ein rein städtisches Dasein mit viel beruflichorientiertem Umhergelaufe und nächtlichem unterhaltungsorientierten Gesumpfe in Galways Pubs und Bars. *grins* Wirklich erholt bin ich nun wirklich nicht und von meinem geliebten LAND habe ich auch nicht grad viel zu sehen bekommen... So wäre das also, wenn ich in Irland in einer Stadt lebte....? Nein, das geht ja gaaaarnicht...! Und wenn Galway und Sligo noch so schöne Städtchen sind... Das ist also eine der Erkenntnisse, die ich mitnehmen konnte: In eine Stadt in Irland ziehe ich höchstens übergangsweise - möglichst garnicht. Garantiert nicht nach Dublin, möglichst nicht nach Galway oder Sligo. Also, nicht IN die Stadt. Wohl aber in die Nähe...! (Aber eigentlich wusste ich das ja auch eh schon...)

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In der Abenddämmerung leuchtete Griffin's Bakery - die übrigens die besten Gebäckstücke der Stadt herstellt - als wäre sie der Goldtopf eines Leprachauns am Ende eines Regenbogens höchstpersönlich. Große Göttin - war DAS schön....!

Jobmäßig ist die Lage nicht grad wirklich rosig... Ja, es gibt ne Menge Jobs - dummerweise nur nicht in meinem Bereich... Da gibt es herzlich wenig...! Da läuft vieles auf ehrenamtlicher Basis, wenn es z.B. um Migrationsberatung oder Alphabetisierung geht. Und Sprachschulen, die DaF anbieten, gibt es arg wenige. Und natürlich sind die schon mit Lehrerinnen versorgt. Dennoch: Bewerben werde ich mich natürlich. Wollen wir doch mal sehen...!? *bemüht zuversichtlich dreinschau*

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Der "Claddagh" begrenzt das Flussufer des Corrib, der hier in die Galway Bay mündet. Hier saß ich am Freitag fast ne Stunde melancholisierend am Pier, starte auf's Wasser und auf den Himmel und wartete darauf, dass der Vollmond - doch bitteeee - hinter den Wolken hervorkäme...

Immerhin habe ich im Hostel eine nette Frau aus Italien kennen gelernt, Simona, die auch gerade auf Jobsuche in Galway und Umgebung ist. Wir haben uns super verstanden und könnten uns sogar vorstellen, uns zusammen ein Häuschen zu mieten. Mal sehen, was sich so zuträgt, in den nächsten Monaten. Toll, ich hab also schon eine Mitbewohnerin, aber leider noch keinen Ort zum wohnen und leider noch keine Arbeit... Najjjjjaaaaaa... Irgendwomit muss man ja anfangen..?! *chrchr* (Und eigentlich ist es ja nicht das Schlechteste, mit nem netten Menschen anzufangen...?!)

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Und da war er - der Vollmond...! Wahrscheinlich wäre der Claddagh einer der schönsten Plätze, an denen man innerhalb Galways leben könnte. Nur müsste man aufpassen, wenn man morgens halbnackt gähnenderweise am Fenster stünde, um auf die Bay hinauszuschauen... Ich glaube, es steht auf der anderen Seite des Flusses eigentlich ständig jemand, der gerade fotografiert...! ;)

Außerdem war ich auf einem superguten Konzert im Crane's. In der Thumbnail-Linkliste links findet Ihr die beiden Künstler, die ich gesehen habe: Niall Connolly und Ultan Conlon. Ein kleines Konzert, mit circa 40, höchstens 50 Gästen - viel mehr Leute passen da aber eh nicht rein. Wahrlich ein Geheimtipp noch, also. Wenn Ihr Damien Rice mögt, dann würdet Ihr vermutlich diese beiden auch mögen. Schöner handgemachter Folk, nicht herausragend "irisch", mit wundervollen, poetischen Texten, von Männern mit ganz fantastischen Stimmen gesungen. Besonders die Stimme und die Art des Gesangs von Ultan Conlon gefiel mir sehr. Niall Connolly hingegen trieb mir mit seinen wunderschönen Texten mehrfach die Tränen in die Augen...! Sehr, sehr empfehlenswert...! Beide Künstler...! Wenn Ihr auf die Thumbnails links klickt, könnt Ihr auf den darunterliegenden Seiten Hörbeispiele finden.

Tipp für (beneidenswerte) Leute in Wien und Umgebung: Niall Connolly spielt am 30. November um 20.00 Uhr im Café Huber in Wien.

Sonntag, 8. April 2007

Orte der Kraft in Schottland - Herbst 2002

Ausnahmsweise mal ein Schottlandbericht in der Rubrik "Irland"... Ich möchte einfach nicht extra eine Schottlandrubrik eröffnen.. Lohnt sich nicht, da es ja noch nichtmal absehbar ist, ob und wann ich jemals wieder nach Schottland komme...?! Die "Äußeren Hebriden" jedenfalls sind im Grunde auch schon recht "irisch", finde ich... Wesentlich weniger "schottisch" als das schottische Festland...! ;)

Die äußeren Hebriden

Isle of Barra


Tagebucheintrag über die Überfahrt zu den Äußeren Hebriden und meiner spontanen Liebe zur Insel Barra:

"Wir fuhren also von Oban aus mit der Fähre Richtung Westen über den rauhen Atlantik, um irgendwann am Horizont wieder ein paar bergige Inseln zu entdecken! Zuerst ein paar kleine, die einfach nur als runde Bergbuckelchen aus dem Wasser ragten, unbewohnt, felsig.....

Das erste bewohnte Eiland das in Sichtweite kam war Barra. Ich war wie verzaubert! Auf der linken Seite des Bootes die kleinen Buckelinselchen, auf der rechten Barra, mit seinen 2 großen runden Bergen, die wie Brüste der Muttergöttin anmuten, unterstützt durch die kleinen Cairns oben auf den Gipfeln, in der Senkung zwischen den beiden "Brüsten" das einzige Dorf der Insel mit einem kleinen Hafen - direkt vor dem Anleger ein Castle auf einer kleinen Insel - und eine kleine Straße, die durch die Senkung hindurch zur anderen Seite der Insel führt! Wohin? Wie ging es dort auf der anderen Seite der Insel weiter? Hier vorn das Dorf, das da in der roten Abenddämmerung vor mir lag, ließ mich glauben, ich sei bereits zu weit gefahren und befände mich vielleicht schon in Island, oder gar Grönland...?!

Diese Insel zog mich magisch an! Ich habe zu Tanja sogar gesagt: "Komm, lass uns von Bord gehen! Es gefällt mir hier wahnsinnig gut!" Wäre ich allein gewesen, ich wäre vom Boot runter gewesen! Aber blitzschnell! Es war, als wäre ich gerade nachhause gekommen, an einen Ort, an dem ich noch ganz dringend etwas zu erledigen hätte! Als wäre ich irgendwann von dort fortgerissen geworden, und nun erkannte ich den Ort wieder!? Puuuuh.... Als wir wieder abfuhren, musste ich versprechen wiederzukommen! Und zwar sehr bald! Aufjedenfall! So ein starkes Gefühl hatte ich wohl noch nie einem Ort gegenüber....

In Irland war es immer ähnlich gewesen, in Tara war es schon verdammt stark, dieses Gefühl, aber so wie dort an der Küste Barras war es noch nie! Ich vermute, Irland war immer schon nah dran gewesen, aber Barra war vielleicht der Ort an den ich mich "heranpirschte"..."

South Uist

Die Insel an der wir als nächstes anlegten und auf der wir einige Tage verbringen wollten war Uist. Wir verbrachten drei Tage im Süden der Insel, in South Uist, in einem unglaublich schönen Hostel. Auf den Äußeren Hebriden gibt es die sogenannten Crofter-Hostels, die in alten Crofter-Häusern untergebracht sind. Das heißt in alten, zum Teil noch reetgedeckten Farmhäusern, sogenannten Black Houses, die zum Teil schon aus dem 19. Jahrhundert stammen. In diesen Häusern fühlt man noch die Verbundenheit zur alten Zeit, spartanisch eingerichtet, mit Holzofen oder sogar offenem Kamin, gar keinen oder sehr kleinen Fenstern, und sehr, sehr kleinen Zimmern mit dicken Wänden, um die Wärme bestmöglich im Haus zu halten. Sicher waren es harte Zeiten, in denen die Bauern damals lebten, zumal die Gegend hier nicht gerade die Fruchtbarste war, oder ist. Rauhes Klima, Einsamkeit, harte Arbeit für das Überleben! Und dennoch fühlt man auch die alte Verbundenheit zur Natur, ihre Wertschätzung. Die Anwesenheit von Feen, Elfen und guten Hausgeistern, die hier noch ohne die Beschallung durch Stereoanlagen oder allzu viel Elektrosmog ein wunderbares Leben führen können.

In South Uist hatten wir leider unglaublich schlechtes Wetter, weshalb wir uns nur für einen Spaziergang aus dem Haus wagten. Die Gegend ist fast ungewöhnlich für die Äußeren Hebriden. Es gibt einen ausgedehnten Sandstrand auf der Westseite der Insel, welche uns zu dem Namensvergleich mit der Insel Jüst in Ostfriesland verleitete. Kein Wunder, denn den Namen der schottischen Insel Uist spricht man genau so aus! Im Osten zieht sich eine Hügelkette über die Insel und im Zwischenraum dieser beiden Extreme befindet sich eine flache Ebene, die durchsetzt ist mit Mooren und vielen kleinen Seen. Ein Vogelparadies, weshalb im Zentrum der Insel auch ein größeres Gebiet zum Nationalpark erklärt wurde. Interessanterweise heißt dieses „Loch Druidibeg“.

Hier in South Uist entdeckte ich ganz in der Nähe des Hostels an der Hauptstraße Richtung Norden einen relativ undefinierbaren Steinhaufen, der ein wenig wie „von der Straße beiseite geschoben“ wirkte. Ich schaute ihn mir näher an, und bemerkte dabei, dass mich eine sehr verwirrte, bedrückende Energie erfasste, die mir gleich einen Kloß im Hals verursachte. Ich sah, dass eine gewisse Ordnung in diesem Steinhaufen war. Er war in vier Haufen aufgeteilt, die zum Teil mit Erde überdeckt waren. Wie vier kleine Erdhügel, ähnlich denen in der Heide bei Bremen, dem Prestruper Gräberfeld“. Um einen der Hügel herum fand ich verstreute Blüten und Körner. Ich hatte das starke Gefühl, es war eher wie ein plötzliches Wissen, dass es sich hier um einen ehemaligen, kleinen Kultort handelte. Vielleicht waren es kleine Hügelgräber gewesen, und es schien so, als seien es vier gewesen, die in jeweils einer Himmelsrichtung gelegen hatten. Durch die Straße war die Ordnung und die Heiligkeit des Ortes verletzt worden. Aber vielleicht handelte es sich auch um ein zusammengestürztes Haus. Fest stand jedoch, dass hier irgendwelche Energien fest hingen, die mit dem derzeitigen Zustand dieses Ortes nicht glücklich waren. Ich konnte es damals nicht genau sagen, was es war, Vielleicht unglückliche Feenwesen, vielleicht ein verletzter Genius Loci, vielleicht aber auch Gefühlsabdrücke ehemals hier lebender Menschen im Astral des Ortes. Ich wusste jedoch nicht, was ich tun könnte, wie ich helfen könnte, fühlte mich dazu auch nicht in der Lage, zumal es stark regnete und dunkel wurde. So ging ich, etwas schweren Herzens, und versprach, wiederzukommen, wenn ich wüsste, was zu tun sei.

North Uist

Da wir mit dem Bus fahren mussten, hatten wir leider nicht die Möglichkeit, alle Steinkreise anzuschauen, die in North Uist auf uns gewartet hätten. Dort gibt es eine ganze Menge von ihnen, die ich nur zu gern gesehen hätte. Einen z.B. der nach Fionn und den Fianna benannt ist. Sie sollen es selbst sein! Die versteinerten Fianna! Ein anderer Steinkreis ist durch die Hauptstraße Richtung Norden geteilt, und man spürt seinen Schmerz schon beim Durchfahren mit dem Bus! Wie schrecklich... Wie können Baumeister Straßen nur direkt durch Steinkreise hindurch bauen? Ich verstehe das einfach nicht. Sie müssen doch die Energien spüren, durch die sie da hindurchbauen?! Das Leid, das sie auslösen?! Nun, wenn ich zurück kehre, werde ich mir auch diesen Kreis noch einmal genauer ansehen... Vielleicht habe ich bis dahin genügend Erfahrung mit Erdheilungsarbeit, für die ich mich ja sehr interessiere, dass ich auch diesem Ort etwas helfen kann... Ich würde es mir sehr wünschen!

Berneray

Wir fuhren durch bis in den Norden auf die mit dem Festland durch eine Brücke verbundene Insel Berneray. Wiederum in eines der Crofter-Hostels. Und dieses war wirklich ein besonders schönes! Super gelegen, direkt am Meer, oben auf der Klippe, mit Blick auf die Küste von Harris. Mit dem Fahrrad etwa eine halbe Stunde bis an den Hafen, zum nächsten Shop und zur Telefonzelle. Zu Fuß etwas länger, was natürlich recht unpraktisch ist, wenn der Postbus nur 2 x am Tag vorbei kommt. Aber was will man auch? Man ist ja in Schottland, um etwas Einsamkeit zu erfahren?!

Feuerelfen auf Berneray
Ein Feenerlebnis in Geschichtenform

"He heard while he sang and dreamed
A piper piping away,
Never was piping so sad
Never was piping so gay"

(William Butler Yeats)


Ich war im Schottlandurlaub und es war ein wunderschöner, durchwanderter Tag mit einem kröhnenden, herrlichen Sonnenuntergang gewesen. Ich befand mich auf der kleinen Hebrideninsel Berneray, die durch eine Brücke mit der Insel Uist verbunden ist, und welche schon den Blick auf die - weitere Abenteuer versprechende - Insel Harris freigibt.

Es war Abend, schon stockdunkel und ich hörte das Meer rauschen. Denn ich saß in einem wunderschönen alten Black House, welches jetzt zu einer Herberge umfunktioniert war, und nichts war in der Nachbarschaft, was hätte Töne abgeben können, außer ein paar blökenden Schafen auf den Wiesen ringsherum und dem Meer.

Was für herrliche Vorstellungen ich im Kopf hatte, von den Menschen, die hier einmal gelebt hatten. Diesen windgeplagten Inselmenschen, die so naturverbunden waren und in dieser kargen Felsenlandschaft so gut es ging Landwirtschaft betrieben. Sicher hatten sie es nie leicht gehabt, waren arm und hungrig. Und doch werden sie glücklich gewesen sein, denn sie hatten dieses herrliche kleine Häuschen am Meer, den Kontakt zur Natur und sicher auch zu den Elfen der Gegend, wie ihn damals noch alle Menschen hatten.

Nun, ich hörte also das Meer rauschen, die Romantik überkam mich, und ich hatte den dringenden Wunsch, meinen Liebsten im fernen Deutschland anzurufen, weil dieser zu Hause geblieben war. So schwang ich mich schnell auf's Fahrrad und radelte über die Wiese zur Straße. Kein Licht am Rad, keine Gangschaltung. "Naja, es wird schon gehen!" dachte ich mir, von der Liebe getrieben.

Ich fuhr über den ersten Hügel, gelangte an die Bucht und konnte die Lichter des kleinen Hafens, an dem die Telefonzelle lag, bereits sehen. Es ging die meiste Zeit leicht bergab, und so war ich nach etwa einer Viertelstunde Fahrt bereits am Hafen. Ich telefonierte fröhlich und war guter Dinge, als ich mich wieder auf's Rad setzte.

Aber - oh weh - nun ging es bergauf! Ich kam kaum vom Fleck, trat in die Pedalen, hatte das Gefühl, ich käme wohl schneller voran, wenn ich schieben würde. Aber ich strampelte weiter. Langsam entfernte ich mich von der Telefonzelle, vom Hafen, fuhr langsam, langsam durch das Dorf. In den Häusern brannte teilweise noch Licht, in manchen Häusern war es auch schon erloschen. Kein Mensch auf der Straße. Da, das letzte Haus. Von da an nur noch Hügel, Buschwerk und die einsame Bucht, mit den sich langsam entfernenden Lichtern des Hafens.

Mir wurde ein wenig mulmig zu Mute, ich sah ja kaum noch die Hand vor Augen, und es war nichts zu hören, außer dem Rauschen des Meeres. Ich genoss die Nacht, die frische Luft, den Vollmond und die Sterne, aber ich fühlte mich so klein, und wer weiß, was in den Büschen am Straßenrand so lauerte?! Also begann ich eine Melodie zu summen, die mir gerade so in den Sinn kam. Es war eine melancholische, sanfte Melodie eines irischen Dudelsackspielers namens Davy Spillane. Ich versuchte den Text zu erinnern, der wie ich mich erinnerte von William Butler Yeats gewesen war und begann leise zu singen.

Plötzlich kamen von den Seiten aus den Ginsterbüschen und auch von der anderen Seite, die zur Bucht hinab felsig abfiel einige Gestalten, wie ich sie noch nicht gesehen hatte. Sie hatten leichte, fedrige und doch vor Energie strotzende Körper in hellen, feurigen Farben. Sie wirkten auf mich wie ein kleines Feuerwerk, voller guter Laune und Freude, und sie heizten mich an, in die Pedalen zu treten und dabei lauter zu singen. Der Weg war plötzlich klar zu erkennen, und das Treten fiel mir leicht. Ich sang und summte, und bemerkte, wie sich die Melodie immer mehr verselbständigte und zu einem neuen kleinen Lied wurde, und ich fühlte, wie diese wirbelnden, kräftigen, aber zarten Wesen mich anschoben und bei mir waren, bis ich, immer noch singend und summend, auf der Wiese vor der Herberge stand.

Ich wunderte mich, dass es nun doch so schnell gegangen war, und bedankte mich bei den Feuerelfen, als die ich sie mittlerweile erkannt hatte, für ihre Begleitung und Hilfe. Ich mochte garnicht aufhören zu singen, weil ich ihre Gesellschaft so genoss. Aber sie wirbelten nun nur noch einmal um mich herum und verschwanden dann so plötzlich, wie sie aufgetaucht waren.

Ich schob das Rad zurück über die Wiese, setzte mich noch einen Moment auf die Bank vor dem Haus, blinzelte dem Vollmond nocheinmal zu und ging hinein in das kleine Black House, um mich an den Ofen zu setzen, und in der Glut nach weiteren Feuerelfen Ausschau zu halten.

(Aine, 2002)

Cladh Maolrithe, Borgh

Wir machten wunderbare Wanderungen auf dieser Insel, entdeckten einen weiteren „Steinkreis“, der eigentlich kein Steinkreis ist, aber eine ähnliche Wirkung aufzeigt, versteckt in den Hügeln, mit wunderbarem Blick auf’s Wasser. Allerdings bewacht von einer „alten Hexe“, die den Wanderweg bewacht, der dummerweise durch ihr Grundstück führt. Aber wenn man, wie sie es eigentlich möchte, nicht vom Weg abweicht, gelangt man leider nicht zu diesem Ort! Gefährliches Unterfangen also.... Aber es lohnt sich! In Wirklichkeit handelt es sich bei diesem wunderschönen, ruhigen und kraftvollen Ort um einen Standing Stone und die Reste einer mittelalterlichen Kirche innerhalb einer Steinumfassung. Wirklich ein Meditations- und Entspannungsort, insbesondere, wenn man so schönes Wetter hat, wie wir an diesem Tag!

Little Loch Borgh

Besonders beeindruckend jedoch ist einer der Standing Stones von Berneray, der direkt auf einem Hügel oberhalb des Fährhafens steht, an dem die Fähre nach Harris ablegt, oberhalb des Little Loch Borgh. Wenn man also dort noch etwas auf die Fähre warten muss, sollte man es so machen, wie wir, und den nächstgelegenen Hügel erklimmen. Einen vielversprechenden Cairn, eine steinzeitliche Begräbnisstätte, kann man schon von der Straße aus sehen, und zu diesem klettert man erst mal hinauf. Dann schaut man gen Nord-Westen und hat den Standing Stone direkt im Blick. Es ist ein einzelner, großer, freistehender Menhir mit einer tollen, wirbelnden Energie. Ich habe mich mit dem Rücken an ihn gelehnt und eine Weile mit geschlossenen Augen da gestanden. Ich hatte das Gefühl, ich würde völlig von Energien umwirbelt, und wie von einer Spirale nach oben wirbelnden Spirale „in die Länge gezogen“.... Mir wurde fast ein bisschen schwindelig, so stark war dieses Gefühl... Ich habe später ein Bild von diesem Stein und seiner Energiespirale gemalt.

Auf der anderen Seite des Cairns, süd-östlich von diesem also, befindet sich noch ein interessanter „Chair Stone“. Diese drei Stätten bilden ein Allignment, eine Reihe, und verfolgt man sie weiter gelangt man hinunter zum Hafen, an dem zwei weitere Menhire erhalten sind, die jedoch nicht mehr an ihren originalen Standorten stehen, weshalb man ihre Zugehörigkeit zu diesem Allignment nicht mehr nachvollziehen kann, und ihre energetische Bedeutung auch weites gehend verloren ist.

Callanish, Isle of Lewis

Die Callanish-Steine befinden sich im Nord-Westen Schottlands auf der Insel Lewis, welche zu den äußeren Hebriden gehört. Insgesamt gibt es in einem Gebiet, das sich etwa über 10 x 10 km erstreckt 13 Megalithstätten. Darunter Steinkreise, Ganggräber und Dolmen. Sie werden heute sehr schlicht mit Callanish I - XIII bezeichnet. Ich besuchte in diesem September immerhin die Steinkreise I - IV, und von diesen möchte ich Euch nun auch berichten.

Callanish I ist der Hauptkreis des Gebiets. Er besteht aus insgesamt 53 Steinen, welche jeweils eine Mindesthöhe von circa 2 m haben. In der Mitte des ganzen Komplexes befindet sich ein riesiger Menhir, der sicher 4 - 5 m hoch ist. Vor ihm befindet sich ein kleines Ganggrab. Rundherum ein Steinkreis, welcher aus 13 Steinen besteht, welche fast an die Größe des mittleren Menhires heranreichen.

Nun gehen nach Osten und Westen jeweils eine einzeln stehende Steinreihe ab, und nach Norden und Süden jeweils eine doppelte Steinreihe, welche wie Gänge anmuten. Die nach Norden führende Reihe ist leider nicht mehr komplett. Die nach Süden führende dagegen ist nahezu vollständig, und man kann durch sie hindurch auf den Steinkreis zuschreiten, und sich dabei fühlen, als wäre man gerade in die Vergangenheit zurückversetzt worden, und schreite in einem Zug von heidnischen Menschen zu einem großen Ritual!

Wenn man am Menhir in der Mitte steht und an der westlichen Steinreihe entlang schaut, kann man einen Berg sehen, der ausschaut wie eine liegende Frau, und zur Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche soll man die Sonne von hier aus genau ihren Bauch hinunterrollen sehen.

Aber es gibt hier von fast jedem Stein eine besondere Beobachtung zu einer bestimmten Zeit des Jahres zu machen. Das unterstützt also die Vermutung, dass es sich bei Callanish I (unter anderem) auch um einen astronomischen Beobachtungspunkt handelt.

Callanish wird eine ähnlich große Bedeutung beigemessen wie Stonehenge. Man glaubt, dass Stonehenge der rituelle Mittelpunkt für die Menschen Großbritanniens und auch Albas (Süd-Schottland) war. Callanish soll dieselbe Funktion für die Menschen Caledonias (Nord-Schottland), Irlands und der Hebriden gehabt haben.

Der gesamte Komplex Callanish I wurde im Laufe von circa 2500 Jahren gebaut. Begonnen wurde wohl mit dem mittleren Menhir, dem inneren Steinkreis und der südlichen Steinreihe vor 5000 Jahren, erst etwas später wurde die "Grabstätte" (?) hinzugefügt, und erst etwa 100 - 1500 Jahre später wurden die anderen Steinreihen ergänzt.

Heute sagen die christlichen Schotten übrigens gern, dass Callanish I ja im Grunde ein keltisches Kreuz darstellt. Und das stimmt ja eigentlich! Aber wer hat denn wohl von wem "geklaut"??? *zwinker* Das Kreissymbol mit den vier Koordinaten war ja bekanntermaßen auch schon unseren heidnischen Vorfahren bekannt, die es als Symbol für das keltische Rad kannten. Die keltische Version des indianischen Medizinrads. Die vier Koordinaten kennzeichnen die vier Himmelsrichtungen, sowie die vier Elemente, die vier Jahreszeiten, und so weiter.

Meine eigenen Erlebnisse an den Callanish-Steinen

Der große Steinkreis Callanish I war beim ersten Besuch am Vormittag des Tages überwältigend für mich. Die Steine waren so riesig, wie sie da plötzlich vor mir standen, denn man sieht sie erstaunlicherweise erst sehr spät, da sie auf einem Hügel liegen, und dieser sie teilweise von der Straße aus verdeckt. Es war recht diesig und nieselte, und lauter Leute liefen in Regenmänteln um die Steine herum... Das störte aber nicht weiter. Mir wurde beim Betreten der ersten, nördlichen Steinreihe ersteinmal kräftig schwindelig und schwarz vor Augen. Die Energien der Steine waren so stark, dass ich mich erstmal etwas überfordert fühlte und still, ohne noch nen Ton hervorzubringen um die Steine herumschlich, sie mir genau betrachtete und Eingang und Ausgang des inneren Kreises suchte. Man merkte jedenfalls ganz, ganz stark, dass hier Kräfte aus einer anderen Welt wirkten. Keine Frage!

Nett war, dass es bald anfing stärker zu regnen! Da verschwanden dann die anderen Menschen, und ich konnte noch etwas alleine wandeln.... Bis es mir dann auch zu nass wurde!

Wir besuchten dann die anderen 3 Kreise in zu Fuß erreichbarer Nähe. Diese waren wesentlich kleiner, und energetisch leichter zu verarbeiten... So war der erste Kreis in der Nähe leicht kaputt, 2 Steine waren umgekippt und lagen so da, was aber die Stimmung des Kreises nicht störte. Er wirkte sanft und entspannend. Keine "Überforderung", keine Aufregung. Sehr, sehr angenehm.

Der zweite Kreis war perfekt erhalten. Bestehend aus einem äußeren Kreis mit 8 Steinen und einem Inneren mit 3 Steinen, würde ich vermuten, dass er die 8 Feste des Jahres und die dreifache Göttin im Innern symbolisiert. Er wirkte sehr kräftig und ebenfalls sehr postiv. Ich spürte die Energie um mich herum angenehm gleichmäßig wirbeln. Wir hielten uns dort lange auf. Später aus einiger Entfernung konnte ich sogar ein hellblaues Lichtfeld über und um die Steine herum wahrnehmen.

Dasselbe Phänomen stellte ich beim abendlichen Besuch von Callanish I fest, und habe dort sogar ein ziemlich unglaubliches Foto geschossen, auf dem man die Energiebänder deutlich erkennen kann, mit denen die Steine mit dem Kosmos verbunden sind.

Naja, der dritte kleine Kreis war noch halb im Torf versunken. In der Mitte war ein regelrechter "Teich", so verwährte er den näheren Zugang. Leider... Er wirkte auf mich sehr traurig und irgendwie hilfebedürftig... Ich weiß nicht, ich denke, ich hoffe, dass er auch bald weiter "ausgebuddelt" wird, sonst wird er dort allmählich ganz versinken und in Vergessenheit geraten... Er war für mich ein Symbol für die ganze vergessene alte Kultur...

Der abendliche Besuch bei Callanish I verlief wunderbar. Die Sonne kam zum Sonnenuntergang noch heraus und ermöglichte uns eine meditative Stunde, ein paar Skizzen zum späteren malerischen ausformen und ein paar feine Schnappschüsse. Die zweite Annäherung an den Kreis war wesentlich einfacher und weniger "überfordernd"...

Eine Volkssage der Insel Lewis erzählt, dass die Steine des Callanish Stonecircles in Stein verwandelte Heiden seien, die sich nicht zum christlichen Glauben bekehren lassen wollten und lieber dieses Schicksal wählten...

Entnommen von meiner ersten Homepage "Aines Lisheen", die ich heute, am 08.04.07 offline gestellt habe.

Auf den Spuren von Queen Maeve - August 2004

Queen Maeve war die Königin von Connaught. Eine kriegerische, willensstarke, eigenmächtige, durchaus recht egozentrische, aber schöne, begehrenswerte und wild-erotische Frau, die zugleich die Göttin in ihrem roten Aspekt verkörperte. Ein jeder Mann, der König von Irland werden wollte, brauchte ihre Gunst... Musste mit Maeve die "heilige Hochzeit" vollziehen, um rechtmäßiger Herrscher des Landes zu werden... Denn sie war die Tochter des ersten Hochkönigs, Eochaid Fedlech, wuchs auf Tara auf, um später dann in ihrem eigenen Palast - Rathcroghan, in County Roscommon, etwa in der Mitte Irlands - über ihr Reich, Connaught, die westliche Provinz Irlands zu herrschen. So hatte Maeve viele Männer, mindestens neun davon waren Könige... Und unzählige Krieger, Druiden, und selbst die, die zu ihren Feinden zählten, "vernaschte" sie.... Ihre Sexualität ist also ein starker Aspekt dieser Königin und Göttin... Aber so erklärt sich auch die Bedeutung, die sie als fruchtbarkeitsbringende, kreierende, schaffende Göttin hat... So gibt es auch viele Mythen um Maeve, die ihr die Entstehung der irischen Landschaft zuschreiben... Oder besser, Queen Maeve IST zum Teil die Landschaft... Das Land als Göttin eben....

County Sligo

Brigids Well

Wir beginnen die kleine Irland-Reise am Brunnen der Brigid - "Brigids Well" - einer natürlichen Quelle, die in einem natürlichen, tiefen Brunnenloch entspringt. Versteckt in einem kleinen Honeytree-Hain (kanadischer Ahorn), der die Luft mit seinem Duft süßlich schwängert, und überwachsen mit einem Stechpalmenbusch, der heute für die wenigen, eingeweihten Pilgerer als "clooty-tree" fungiert, ist dieser Ort ein wahrer Feenort, mit verwunschener, sanftmütiger, gesunder Energie... Das kleine "Taufbecken" hat mein Freund Michael vor einiger Zeit unten vom Boden des Brunnens heraufgefischt... Jemand hatte es wohl unachtsam, oder sogar mutwillig dort hinein gestürzt... Nun aber steht es wieder neben der Quelle, wo es vermutlich einmal gestanden hatte, und kann nun wieder für heidnische Tauf- oder Weihezeremonien genutzt werden... Wurde es bisher in neuerer Zeit glaub ich noch nicht... Aber wenn ich mal ein Kind kriege....! *grins*

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Creevy Keel Court Cairn

Ganz in der Nähe von Brigids Well, ebenfalls an der nord-westlichen Küste der County Sligo, befindet sich eines von Irlands größten Court Cairns - "Creevy Keel". Ein großer Steinkreis eröffnet den Raum dieses Zeremonial-Platzes. Innerhalb des Kreises befindet sich ein seitlicher kleiner Zugang mit einer runden Endung, evt. einmal eine Feuerstelle, oder gar ein Schmiedeplatz... Denn viele Geschichten dieser Gegend ranken sich um einen Zauberschmied, der magische Waffen und ähnliches hergestellt haben soll... Vielleicht hier? In Creevy Keel Court? Durchaus möglich...

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Zwei Steine mit einem "Dachstein" geben den Weg in den hinteren Teil der Anlage frei... Zwei kleinere Kammern, die einstmals Cairns (steinüberdeckte Kammern/Höhlen/Gräber) waren... Man streitet darüber, ob es tatsächlich Gräber waren, oder vielleicht doch eher rituell genutzte Plätze, die z.B. zur Einweihung oder Visionssuche genutzt wurden... Eine dritte Kammer liegt im hinteren Teil der Anlage und ist zwar in den komplex eingebunden, aber nur von der Seite durch einen Extra-Eingang zugänglich... Dies' ist einer der auffälligsten Plätze der Umgebung... Maeve MUSS hier auch Zeremonien gefeiert haben...

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Knocknarea und Maeves Cairn

Einer der magischsten Orte der County Sligo, die ich bisher erlebt habe... Knocknarae ist zusammen mit dem Ben Bulben einer der prägnantesten, herausragendsten Berge der County. Während Ben Bulben mit seiner Höhe, seiner Scharfkantigkeit, seinen Steilwänden und seiner mit der Kriegermythologie der Fianna verknüften Geschichte eher ein eindeutig männlicher Berg ist, ist Maeves Knocknarea eindeutig weiblich... Rund, weich und eben, wie eine weibliche Brust ragt er, wie's kaum noch weiblicher geht, in die Landschaft... Zur Perfektion gebracht, durch das menschliche Nachhelfen, sieht man oben in der Mitte das große Hügelgrab der Maeve...

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Die Legende sagt, dass jeder Besucher des Grabes einen Stein mit hinaufnahmen sollte, und diesen dazulegen sollte... Leider passiert es heute eher anders herum... Die Menschen nehmen sich Steine des Grabes als Andenken mit... Michael erzählte mir, er nehme jedes Mal wieder einen möglichst besonders schönen Stein mit hinauf, lege ihn oben auf dem Cairn ab (dort gibt es schon einen richtigen Mitgebrachte-Steine-Haufen), und wenn er dann das nächste mal da sei, sei der Stein verschwunden... Einmal habe er eine amerikanische Wicca-Hexe dorthin gebracht, und als sie wieder hinunterstiegen zeigte die Frau ihm ganz stolz einen Stein und sagte "Schau mal, was für einen schönen Stein mir Queen Maeve geschenkt hat! Ist das nicht toll!?"... tja... Und er erkannte den Stein wieder, als den, den er gerade heraufgeschleppt hatte... *grins* Aber so ist es halt... Man darf sich nicht drüber aufregen... Solange es sich etwa die Waage hält, mit Menschen die Steine raufschleppen, geht's ja noch.... Ansonsten wäre das Grab wohl schon abgetragen worden.... *seufz* Außerdem scheint es in der letzten Zeit auch zum Sport zu werden, die Steine des Cairns selbst dazu zu verwenden, Namen und Herzchen mit Initialen etc. auf dem Boden neben dem Cairn zu legen... Äußerst blöde Idee... Michael, Ursi, sämtliche irische Freunde und ich haben es uns nun schon zur Angewohnheit gemacht, diese Steine jedes Mal wieder zurück auf den Cairn zu legen. Kleine Anregung für Euch, falls Ihr mal dort seid...! Widmet Euch einige Minuten diesem weitaus sinnvolleren "Sport"... *zwinker*

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Hier seht Ihr Michael unter'm Regenschirm, neben dem Mitgebrachte-Steine-Haufen auf dem Cairn sitzend, und davon träumend, wie er als Adler rüber nach Inishmurray - der gaaaanz kleinen Insel im Hintergrund, die einer seiner liebsten heiligen Orte ist - fliegen könnte... Rechts die steil aufragende Wand Ben Bulbens...

Union Wood

Und zuletzt noch ein paar Bilder, die ich in einem wundervollen Zauberwald in der County Sligo gemacht habe... Dem "Union Wood"... Als wir durch den Wald streiften, wurde Michael fast böse mit mir, weil er Angst hatte, ich ginge verloren... Ich war so fasziniert von den Bäumen dort, dass ich mich immer wieder dazu verleiten ließ, vom Weg abzugehen, und in die Lichtungen, Haine und Dickichte hineinzumaschieren... Er dachte wohl, die Fairies würden mich kidnappen... *grins* Es war aber auch haarscharf an der Grenze, glaub' ich.... "Edgy feelings"... Absolut....! *lächel* Ein Wald halb in einer anderen Welt... Und alle Bäume dort hatten Gesichter.... Es war wirklich wie im "Herrn der Ringe"... SO extrem hatte ich das wirklich noch nie... Ich habe nur darauf gewartet, dass sie jeden Moment auch anfangen, sich zu unterhalten und herumzustapfen... Wunder-voll...! :)

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Wir fahren nun ein wenig süd-östlich, vorbei an einigen schönen Loughs (Lough Arrow, Lough Key und Lough Gara), durch den beschaulichen Ort Boyle und hinüber in die...

County Roscommon

Elphin

Übersetzt heißt dieser so "elfisch" klingende Name "weißer Stein".... Und der Name des Ortes ist durchaus wohlbekannt... Laut Mythologie gab es hier eine große Druidenschule, an einer Quelle inmitten eines heiligen Weißdornhains... Es gibt einige Quellen in dieser Gegend, jedoch nur eine, der von einem alten Weißdorn Gesellschaft geleistet wird, und die von so vielen, flachen Steinen umsäumt wird, dass man sich direkt vorstellen kann, wie einst die Druidenschüler dort saßen und lernten... Dies' ist die Quelle an der Straße nach Cloonorennan, am Greywood Hill.

Ein besonderes Erlebnis war für mich, dass wir in einem ruhigeren Becken des Quelllaufes eine kleine grüne Schlange antrafen...! Sie schlängelte sich langsam hin und her durch das herrlich frische, klare Wasser... Es war wirklich ein kleines Wunder, denn es ist ja eine der bekanntesten Geschichten um den Heilgen Patrick, dass er zur Christianisierung Irlands die Schlangen auf den Croagh Patrick lockte und ihnen dann befahl, sich von dort aus in den Tod zu stürzen. Seitdem gibt es eigentlich keine Schlangen mehr in Irland....! Und es ist so.... Es gibt tatsächlich eigentlich keine Schlangen in Irland... Ob es nun Patricks Verdienst war oder nicht... Jedenfalls kann sich an dieser Stelle ja jede(r) Leser(in) eigenen Gedanken zur Symbolik dieser Geschichte machen... Für Michael und mich war es aufjedenfall ein EXTREM gutes Zeichen, dass wir die Schlange dort an der Quelle in Elphin trafen....! Und Michael erzählte mir, es gebe eine Legende, die besagt, dass die Person, die eine grüne Schlange in einer Quelle sehe, mit dem zweiten Gesicht gesegnet sei... (Das war wahrscheinlich eine Legende, die er sich spontan ausdachte... *lol*)

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Wie auch immer.... Ich machte kein Bild von der Schlange... Irgendetwas hielt mich davon ab.... So, als sei sie nur in dem Moment für unsere Augen bestimmt gewesen... nicht auf ein Foto zu bannen... Aber die Eier-Steine, die wir als Geschenk für die Feen des Ortes mitgebracht hatten, habe ich fotografiert.... Sie glänzten so schön - nass vom Wasser, auf dem kleinen vorspringenden Stein, den wir als Altar nutzten... Zwei weiße Steine, passend zum Namen des Ortes.... Und ein gesprenkelter Eier-Stein der Meeresgöttin Muria, der magische Kräfte besitzt... Denn mit diesen gesprenkelten Steinen der Muria kann man Orte segnen und aktivieren, wenn man sie drei mal rechts herum dreht...

Cruachan Aí - Maeve's Reich

Etwas weiter südlich befindet sich der große Komplex, der mit dem Palastreich der Queen Maeve in Verbindung gebracht wird. Dort findet man zahlreiche Plätze, auf denen einstmals Rundhäuser und riesige Rundpaläste aus Holz gestanden haben, außerdem Ring-Festungen, Cairns, Standing Stones, Ruinen von mittelalterlichen Burgen, uralte Überreste von Straßen.... Am bekanntesten sind jedoch wahrscheinlich folgende zwei Plätze...

Rathcroghan - Der Palast der Maeve

Die kreisförmige Hengeanlage, auf der einmal Maeve's riesiger runder Palast gestanden haben muss. Leicht erhöht auf einem Hügel, mit dem freien Blick bis zum Horizont in alle Richtungen der County Roscommon, vielleicht weiter.... Auf dem Bild seht Ihr mich in der Mitte des Platzes stehen, auf dem man leider heute nicht mehr viel sehen kann, außer Wind und Wiesen... Aber man fühlt die Power des Ortes....! Für Sekunden bin ich in die Haut der Maeve geschlüpft, die Arme gewinnend ausbreitend und laut jubelnd "My Laaaaaaaaaannnnd!!!" That's Maeve....!

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Oweynagat - The Cave of the Cats

Wahrscheinlich der berühmteste Zugang zur Anderswelt, den man im keltischen Sagenreich finden kann.... Zahlreiche Geschichten der Mythologie ranken sich um diese Höhle, die nur etwa 100 m Luftlinie von Queen Maeve's Palast entfernt ist... Die Andersweltkatzen soll Maeve aus der Höhle gerufen haben, um unliebsame Personen zu erschrecken, und beispielsweise der Krieger Nera fand zu Samhain durch Oweynagat den Weg in die Anderswelt und fand dort seine Feengeliebte, woraufhin er nur noch einmal kurz in die unsere Welt zurückkehrte, um dann für immer durch die Höhle der Katzen in die Anderswelt zu seiner Liebsten zu entschwinden...

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Der Zugang zur Höhle ist kaum beschwerlich... Die ersten Meter muss man krabbeln, noch im Hellen kann man sich nach etwa 2 Metern gen Eingang wenden, und kann am oberen Rand des Eingangssteines eine Ogham-Inschrift "Von Fraech, Sohn Maeves" entziffern. Ein Hinweis auf eine weitere Geschichte um Queen Maeve, in der sie aus Eifersucht versucht, den Geliebten (Fraech) ihrer Tochter Findabaer in den Tod zu schicken... Dann macht der Gang einen leichten Knick nach rechts und öffnet sich plötzlich nach oben hin, so dass man nun bereits gebückt in der Höhle stehen kann... Es geht nun bergab durch diesen kaum 1 1/2 Meter breiten Gang, immer weiter, immer weiter... Allmählich stockduster, und nur noch mit Taschenlampe zu begehen... Von den glänzenden Kalksteinwänden tropft es feucht, und nach etwa 20 - 25 Metern öffnet sich die Höhle zu einer wahren Halle der Unterwelt, die ins Unendliche weiter zu führen scheint.... Ich habe meine Taschenlampe gelöscht und einige Zeit in Stille dort verbracht... Und ich sage Euch.... Es ist die Anderswelt, in der man dort ist... Es ist der Schoß unserer Mutter, in den wir zurückkehren können, und uns geborgen fühlen....

Oweynagat

Ein Weißdornwächter steht am Tor
zum Gang, der Geheimnisse birgt
Spitze Dornen blitzen warnend hervor
zum Schutz der Höhle, die Zauber wirkt

Die Höhle der Katzen läd' mich ein
zur Reise ins Apfelland
heut' nacht der Feen Gast zu sein
Ein Zwerg nimmt mich fest bei der Hand

Staunend schreite ich mutig voran
bin umfangen von magischer Macht
Glitzernde Felsen zieh'n mich in den Bann
Der Zwerg zieht mich weiter und lacht

Ich kann nicht glauben was ich schon bald seh'
Feentänzer - doch die Hand vor Augen nicht
Ist's wirklich die Anderswelt, in die ich geh'?
Schau fragend ins Zwergengesicht

Der Zwergenkönig lächelt mich an
"Schau dich um, und du wirst schon sehen!"
Da erkenne ich plötzlich den Wald von Cruachan
mit einem Schlag ist's um mich geschehen

Zwergenvolk, Gnome und Elfenschar
Nixen, Feuergeister und Drachen
alle sind sie ganz plötzlich da
um's große Samhain-Feuer zu entfachen

Möchte nie mehr fort von diesem Ort
Und weiß doch, dass von Dauer nichts sei
Schon bald fliegt mir meine Zeit hinfort
Dieser Traum ist zu schnell vorbei

Aine (Samhain 2004)

La Téne Stein

Ebenfalls in der County Roscommon, nur wenige Meter entfernt von einer alten Schlossruine mit dem bezeichnenden Namen "Castlestrange", befindet sich dieser wunderschöne Stein mit den typischen keltischen Spiralmustern der La-Téne-zeitlichen Funde...

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Die alte Wassermühle von Athleague

Und als letztes Tupferl auf dem i möchte ich Euch noch dieses, wie ich finde ziemlich gelungene, Foto von der alten Wassermühle in Athleague zeigen... Ich mag Wassermühlen sehr... Sie üben eine magische Anziehungskraft auf mich aus... Am liebsten sind mir die kleinen, verwunschenen Feldsteinmühlen, die man in Irland noch hi und da findet... Aber diese hier hatte schon auch ihren eigenen Flair... Sie tragen ja auch Geschichten in sich, diese alten Flax-Mühlen...

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Wer nun noch Fragen zu bestimmten Orten, Lage derselben oder anderen Details hat, möge mir bitte einfach mailen...! Ich gebe gern nähere Auskünfte, wenn es interessiert!

Auch möchte ich Euch unbedingt meine lieben Freunde Michael und Ursula als Reiseleiter für Irland ans Herz legen... Michael, den ich bereits im Bericht erwähnte, bietet in Irland Touren zu mythologisch wichtigen und interessanten heiligen Plätzen an. Interessenten können Touren für einen Tag, für eine ganze Woche oder nach Absprache buchen und werden in dieser Zeit entweder Kraftplätze der Region Sligo/Leitrim/Roscommon/Donegal oder aber ganz Irlands kennen lernen (All-Ireland-Tour inklusive Tara, Newgrange, Dowth und Knowth, Emain Macha....). Ursula übernimmt ganz ähnliche Touren für Leute, die nicht so gut oder kein Englisch sprechen und führt diese in deutscher Sprache oder dolmetscht für Michael.

In dieser Zeit könntest Du bei Michael und Ursula, in ihrem netten, kleinen Cottage mit eigenem biologischen Gemüse- und Kräutergarten, in der ländlichen Gegend der Region Sligo - mit Blick auf die nicht weit entfernten Hügelgräber von Carrowkeel und Knocknarea (Maeves Grab) - bei Bed&Breakfast-Konditionen wohnen. Sehr zu empfehlen....! Michael ist Druide, Geschichtenerzähler (Shanakee) und ein einfach wunderbarer Musiker, kennt sich mit Mythologie und Geomantie der Orte bestens aus, und weist dementsprechend an jedem der besuchten Ort daraufhin, auf welche Art dieser betreten werde sollte und wie man ihm und den Wesen des Ortes Respekt zollen kann, erklärt geomantische Gegebenheiten und weiß wie kaum ein anderer Sagen und Mythen der keltischen Mythologie zu berichten, die einen jeden Ort umgeben. Ursula ist seit einigen Jahren seine Partnerin, hat sich inzwischen viel von Michaels Wissen angeeignet und ist zudem auch eine Spezialistin für Runen, germanische Mythologie, Chants und Kreistänze. Musikalisch wird man in der Begleitung der beiden nicht zu kurz kommen! Sie wissen, wann und wo die besten traditionell irischen Sessions stattfinden, und mit etwas Glück gibt es sogar einen Vollmond in der Zeit des Aufenthalts, und es gibt die Möglichkeit eine der legendären Vollmondsessions im eigenen "rambling house" am offenen Feuer mitzuerleben...!

Wer sich für diese Touren interessiert, kann sich auf der folgenden Webseite näher informieren:

http://www.irishgoddess.com/
http://www.goddesstours.de

In meinen Fotoalben bei Care2 findet Ihr weitere Irland-Bilder:

http://www.care2.com/c2c/photos/view.html?g2_controller=care2:UserAlbum

Thanks to Image Shack for Free Image Hosting.

Entnommen von meiner ersten Website "Aines Lisheen", die ich heute, am 08.04.07 offline gesetzt habe.

I lean my body into the bark of the Goddess Tree until my voice becomes one with Hers tumbling into roots and sky.

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