Freitag, 2. Juni 2006

Wurzelbuddelei

Boah...! Ich wusste garnicht, was für super-interessante Bücher in unserer Germanistik-Bibliothek rumstehen...! Na gut, von einigen wusste ich's schon, denn immerhin hatte ich ja neulich schon mal ein Referat zum Thema "Besprechungen" gehalten. Aber nun, da ich die Hausarbeit zu dem Thema endlich in Angriff nehmen will, hab' ich heute beim Stöbern einige unglaubliche Bücher entdeckt...! Größtenteils Schinken von circa 1900 - Sammlungen von Gebräuchen und (sogenannten) Aberglauben aus verschiedenen Regionen, Sammlungen von Zaubersprüchen und Heilsegen, Bücher über Jahreskreisfeste, Hochzeitsbräuche, Mutter-und-Kind-Bräuche...! Wooooow....! Was für ein Wurzelbuddelfundus, oder...?

Ein besonders interessantes Buch ist mir heute in die Hände gefallen... Aberglaube und Zauberei in der Volksmedizin Sachsens von Dr. Carl Senfarth (oder so... Ich habe leichte Probleme mit der altdeutschen Schrift.... hihi...), veröffentlicht 1913. Es stehen ganz viele alte Heilverfahren der Volksmedizin drinnen, von denen ich meine, dass sie zu einem großen Teil die "schamanischen Wurzeln" unserer hiesigen Kultur widerspiegeln... Hier z.B. einige Worte zum Thema "Aussaugen", was ja unter der Bezeichung "Extraktion" eine recht bekannte und immer als sehr "exotisch" empfundene Technik schamanischer Heiler ist...

Aussaugen

Aus dem Belecken unmerklich hervorgegangen ist das Aussaugen von Wunden und Geschwüren. Es gehört nach Hofschläger ebenfalls zu den primitivsten menschlichen Heilverfahren, die der tierischen Vorzeit des Menschen entstammen. Jedoch nur solange als es sich um das Aussaugen von äußeren Schäden handelt. Später wird man bei inneren Leiden unbekannter Ursache aus den Beschwerden des Kranken geschlossen haben, daß irgendein Fremdkörper, vielleicht durch feindlichen Zauber, unbemerkt unter die Haut eingedrungen ist. Auch hier wandte man nun neben den anderen Mitteln das altgewohnte Verfahren des Aussaugens, an. So wurde diese primitive Heilhandlung durch ihre Verwendung auch bei inneren Leiden zu einem übernatürlichen Heilmittel.

(Senfarth, 1913, S. 244)

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Moving Ireland

(Baumkriegerins Hain)

I have moved to Ireland. Ireland moves me. Irland bewegt mich - innerlich wie äußerlich. Seit ich hier bin, komme ich mehr und mehr in Bewegung. Be-weg-e mich... Bin auf meinem Weg... Er umgibt mich, führt mich, leitet mich... Moving Ireland...

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